Saalstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Große Fotovoltaikanlage geplant

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In knapp drei Jahren schon könnte in Saalstadt eine große Fotovoltaikanlage stehen, falls alles nach Plan verläuft und falls der Gemeinderat dieser Nutzung der Fläche zustimmt. Die Mitglieder haben jedoch Bedenken.

Südlich der Biogasanlage in Richtung Herschberg hat die Firma Pionext eine Fläche von sechs Hektar anvisiert und eine Anfrage an die Grundstückseigentümer ins landwirtschaftliche Wochenblatt gesetzt. Einige hätten an der Verpachtung an die Firma Interesse signalisiert, berichtete Meike Zolitschka, Projektleiterin von Pionext. Sie stellte dem Rat am Mittwoch das Vorhaben und den zeitlichen Ablauf vor. Für das Projekt soll der Gemeinderat den Flächennutzungsplan ändern, denn auf den ausgewiesenen Ackerflächen ist das Errichten von Fotovoltaikanlagen nicht erlaubt. Deshalb sollen sie in Grünland umgewandelt werden.

Blühwiese rund um die Platten

Danach soll der Bebauungsplan erstellt werden. Wenn es nach den Plänen von Zolitschka geht, kann bereits in einem Jahr gebaut werden. „Für die Gemeinde gibt es Pachtentgelte und Gewerbesteuereinnahmen“, versuchte sie, das Projekt den Ratsmitgliedern schmackhaft zu machen. Ferner profitiere Saalstadt von der Klimaschutzmaßnahme sowie der Artenvielfalt auf den Blühwiesen, die rund um die einzelnen Fotovoltaikplatten angelegt werden. Als Sichtschutz könne man Hecken anpflanzen, die ebenfalls ökologisch wertvoll sind.

Anvisiert hat Pionext das erste Quartal 2023 für die Inbetriebnahme der Anlage. Die Fotovoltaiktische, die mit einer Metallverstrebung im Erdreich verankert werden, sollen mindestens 20 Jahre genutzt werden. Erfahrungsgemäß könne man sie aber eher 25 bis 30 Jahre einsetzen.

Angst, Ackerflächen zu verlieren

So einfach ließen sich die Ratsmitglieder nicht für die Anlage gewinnen. Es bestehen Bedenken, dass wertvolle Ackerflächen in Grünland umgewandelt werden, um eine rentable Größe zu erreichen. Als wertvoll könne man den Standort nicht bezeichnen, meinte Zolitschka: „Das ist landwirtschaftlich gesehen benachteiligtes Gebiet.“ Das könnten Pächter anders sehen, wurde im Rat befürchtet. Für die müsse es einen Ausgleich geben. „Den Pächtern bieten wir immer die Pflege der Grünfläche an“, antwortete die Projektleiterin.

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