Herschberg
Grünes Licht für Solarpark
Die Firma Pionext Service beabsichtigt die Errichtung einer Fotovoltaikanlage auf einer Fläche von rund zehn Hektar, was einer Größe von nahezu zehn Fußballfeldern entspricht. Das vorgesehene Gelände liegt südwestlich der Sickingerhöhgemeinde am Unteren Bamstweg und beginnt in Höhe des jüdischen Friedhofs. Drei verschiedene Eigentümer wollen die nicht mehr unbedingt für landwirtschaftliche Zwecke benötigten Ländereien an den künftigen Betreiber verpachten und erhalten dafür ein Entgelt. Profitieren könnte auch die Ortsgemeinde selbst, in deren Eigentum sich ein kleinerer Teil des Areals befindet. Ältere Mitbürger erinnern sich, dass sich dort vor Jahrzehnten einmal eine Deponie für Bauschutt befand.
Einnahmen der Gemeinde willkommen
Nicht nur wegen zu erwartender Pachtzahlungen unterstützt Ortsbürgermeister Andreas Schneider das Vorhaben, obwohl – wie er betont – „jede Einnahme bei der heutigen Lage der Gemeinden immer willkommen ist“. Auch der Gemeinderat hat der Errichtung einer Freiflächensolaranlage auf den drei Flurstücken zugestimmt – wegen der Pandemie im Wege eines Umlaufverfahrens.
Die Pionext Service GmbH aus Alzey, an der auch die Pfalzwerke AG beteiligt ist, hat langjährige Erfahrung mit erneuerbaren Energien und insgesamt schon Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von rund 110 Megawatt realisiert. Seit 2009 betreibt sie einen Solarpark in Höheinöd. Die Anlage in Herschberg soll für etwa zehn bis elf Megawatt ausgelegt und in Festaufständerung gebaut werden: Dabei könnte der Neigungswinkel der Module geländespezifisch angepasst werden.
Die Betreibergesellschaft müsse weitere Genehmigungen einholen, um dann die Planungen mit Hochdruck voranzutreiben. Baubeginn könnte demnach frühestens in ein bis zwei Jahren sein, berichtet der Bürgermeister.