Kreis Südwestpfalz Gedanken um Spielplätze machen

Der Wallhalber Gemeinderat darf in seiner kommenden Sitzung einige Aufträge vergeben, die die Gemeinde zum Teil schon vor Jahren erledigen wollte. Dazu zählen zwei Brücken zwischen Wallalb-Markt und Wertstoffhof.
Geld, das wegen der angespannten Haushaltslage gesperrt war, wurde frei gegeben, da die Notwendigkeit der Maßnahmen deutlich gemacht werden konnte, sagte Bürgermeister Berthold Martin am Donnerstag bei der gemeinsamen Sitzung des Bau- und Hauptausschusses. Unter anderem soll die Fassade des Ludwig-Katz-Hauses saniert werden. Das war bereits fürs Jahr 2013 geplant. Zwischenzeitlich habe sich der Zustand noch mal verschlechtert. Unter anderem sind die Sandsteingesimse der Fenster in einem ziemlich bröseligen Zustand. Die Kosten hätten sich gegenüber 2013, als die Maßnahme schon mal ausgeschrieben war, um etwa 3400 Euro erhöht, erläuterte Martin. Kostenpunkt jetzt: 12 500 Euro. Im Haushalt sind 10 000 Euro eingestellt. Dringend notwendig sei es mittlerweile, etwa 80 Quadratmeter Fenster und Türen sanieren zu lassen. Dies soll auch beauftragt werden. Der Ausschuss empfiehlt dem Gemeinderat, den Auftrag an die Firma Sprau aus Herschberg zu vergeben. Die Firma Holzbau Peifer, Wallhalben, soll die hintere Fußgängerbrücke am Stuhlbach im Bereich des Gewerbegebietes sanieren. Auch diesen Auftrag muss der Rat noch vergeben. Die Brücke wird in Stahl hergestellt, die Trittbretter werden aus Douglasie gefertigt. Kostenpunkt rund 15 500 Euro. Auch das war bereits für 2013 geplant gewesen. Hierblieben die Kosten gleich. Die vordere Brücke, die gleichfalls in keine guten Zustand ist, soll möglicherweise verrohrt werden, dann könnte Beton aufgebracht werden, und die Brücke wäre mit Autos überfahrbar. Ob das möglich ist, wird derzeit geprüft. Intensiv Gedanken machen muss sich der Rat, wie es bei den Kinderspielplätzen weitergeht. Ein Sachverständiger hat bei der jährlichen Kontrolluntersuchung teils größere Mängel festgestellt. Unter anderem im Bereich Fallschutz. Einige Spielgeräte sind zwischenzeitlich gesperrt, bis sie sie repariert sind. Vor allem der Spielplatz zwischen Flur- und Lerchenstraße weist erhebliche Mängel auf. Ausschussmitglied Hubert Scheerer wies darauf hin, dass der Rat schon mal beschlossen habe, diesen Spielplatz zu entfernen, da er ganz schwer zu erreichen sei – nur über Treppen, was für Kinderwägen nahezu unmöglich ist – und kaum genutzt werde. „Wir müssen ja nicht das ganze Jahr sagen, wir müssen sparen, sparen, sparen, und dann für etwas Unsinniges Geld ausgeben“, machte Scheerer deutlich, dass er hinter dem Beschluss steht, den Spielplatz aufzulösen. Zumal sich die Zeiten geändert hätten, und die Kinder Schaukel, Rutsche, oft auch Trampolin im eigenen Garten hätten, machte auch Berthold Martin deutlich, dass aus seiner Sicht nichts gegen die Auflösung spricht, zumal es weitere Spielplätze im Ort gebe. Den Containerplatz wird die Gemeinde nach derzeitigem Stand an den Wertstoffhof verlegen. Das mache am meisten Sinn, lautet die Ausschussempfehlung. Das schaffe im Ort dann auch Stellplätze für die Busse, die abgestellt werden dürfen, da Wallhalben für sie Start- beziehungsweise Endpunkt ist. Wie und wo die Busse abgestellt werden, sorgt derzeit ab und an für Unmut im Dorf. Positiv steht die Gemeinde der Installation von Ladesäulen für Elektroautos und E-Bikes gegenüber, die die Pfalzwerke gerne kreisweit installieren möchten. Die Frage sei, wie viel es kostet und wer wie viel bezahlt, verdeutlichte der Ausschuss. |add