Kreis Südwestpfalz „Froh und erleichtert“

„Ganz ehrlich? Wir sind froh und erleichtert“, kommentierte gestern Schulleiter Thomas Höchst die Entscheidung des Kreistags, dass seine Contwiger Integrierte Gesamtschule (IGS) eine Schule mit nur einem Standort bleibt. Seit klar ist, dass die Auslagerung der Orientierungsstufe nach Zweibrücken vom Tisch ist, „ist im Kollegium deutlich Erleichterung spürbar“, sagte Höchst.
Der Kreistag hatte in seiner Sitzung am Montag beschlossen, dass die IGS einen großen Anbau bekommt, um künftig alle Schüler unterbringen zu können. Einen zweiten Standort in der ehemaligen Hauptschule Nord in Zweibrücken wird es nicht geben, denn das käme den Kreis auf 20 Jahre gerechnet teurer als der Anbau am Contwiger Schulgebäude. „So ist es pädagogisch am sinnvollsten“, ist Höchst mit der politischen Entscheidung zufrieden. „Wir bleiben also eine Schule für alle Kinder an einem Ort. Wir arbeiten an unserer Schule viel in Teams, und das ist an einem Standort natürlich deutlich leichter“, sagte er. Die Schule könne ihr pädagogisches Konzept weiterverfolgen. Die Auslagerung der fünften und sechsten Klassen hätte den Lehrern Pendelfahrten zwischen Contwig und Zweibrücken beschert und die Planung erschwert. „Wenn ein Lehrer in Zweibrücken in der dritten Stunde Mathe gibt, kann er in der vierten nicht hier in Contwig unterrichten“, verdeutlichte Höchst. Das Kollegium sei von der Idee der Auslagerung nie begeistert gewesen, auch Eltern und Schulelternbeirat seien geschlossen dagegen gewesen. Der Gedanke, Klassen aus der beengten IGS nach Zweibrücken auszulagern, war 2011 aufgekommen. Der Landkreis hatte als Schulträger Gespräche mit der Stadt Zweibrücken aufgenommen. Die Stadt benötigt nach dem Zusammenschluss der Hauptschulen zur Herzog-Wolfgang-Realschule plus das Gebäude der alten Hauptschule Nord in der Hofenfelsstraße nicht mehr. Wie es künftig genutzt wird, ist noch offen. (sbn)