Hauenstein / Chauffailles Freundschaft mit Partnerstadt soll neuen Schwung bekommen

Die Boulefreunde wurden im Bürgersaal begrüßt.
Die Boulefreunde wurden im Bürgersaal begrüßt.

Die neue Bürgermeisterin Stephanie Dumoulin aus Hauensteins Partnerstadt Chauffailles wünscht eine belebende Renaissance der Partnerschaft auf kommunaler Ebene. Seit langem war sie nur noch privat getragen worden.

Seit 2004 sind die regelmäßigen offiziellen Aktivitäten abgelöst worden von privaten Freundschaftsbesuchen und vor allem durch die Boule-Freunde, dem jüngsten Hauensteiner Verein. Mit der frohen und positiven Botschaft, dass die Partnerschaft auch offiziell aus dem Dornröschenschlaf erwachen soll, sind dieser Tage die Hauensteiner Boulefreunde anlässlich ihres eigenen 25-jährigen freundschaftlichen Austausch-Besuches wieder in die Pfalz zurückgekehrt. „Ich will in meiner Amtszeit die seit 50 Jahren bestehende Partnerschaft wieder mit mehr vitalem Leben erfüllen, wie dies jahrzehntelang der Fall war“, sagte die neue Stadtchefin Stephanie Dumoulin des rund 4000-Einwohner großen südburgundischen Städtchens beim gastfreundlichen Empfang der Hauensteiner Gäste.

Und die neue Bürgermeisterin ging gleich mit gutem Beispiel voran und war beim viertägigen Jubiläumsbesuch der Hauensteiner bei jeder Veranstaltung immer mit der gleichen Botschaft dabei. „Wir müssen unsere einst blühende Partnerschaft wieder auf breitere Füße stellen“, sagte Dumoulin bereits beim Empfang. Das Beispiel der „Boulisten“ auf beiden Seiten habe neben den privaten Kontakten eine Art „Erneuerungs-Motivation“ ausgelöst und dies genau 50 Jahre, nachdem in Chauffailles die Partnerschaft offiziell besiegelt worden war. Ein wenig enttäuscht zeigte sich die französische Bürgermeisterin, dass zum Boule-Jubiläum kein offizieller Vertreter der Gemeinde dabei war.

Renaissance der Schüleraustausche angedacht

Umso begeisterter sind die Statements der Hauensteiner Boule-Freunde. „Wir haben schon vor Ort weitere Pläne geschmiedet, möglicherweise werden auch bald andere junge Sportler wie Handballer und Fußballer eine lange Tradition wieder aufnehmen. Auch an die Renaissance der Schüleraustausche sei gedacht worden. Die Partnerschaft sei ein „Kultur- und Lebensbrunnen“, meinte , Thomas Merz, der Gründer des jüngsten Hauensteiner Vereins, der von der Gastfreundschaft beim Jubiläumstreffen nur so schwärmte: „Es war nicht nur ein sportliches Treffen auf hohem Niveau, sondern auch eine außergewöhnliche kulturelle und gastronomische Bereicherung, mit der uns unsere Freunde und die Bürgermeisterin auch bei Ausflügen in die herrliche Beaujolais-Region im wahrsten Sinne des Wortes ’wie Gott in Frankreich’ verwöhnten.“ Das 25. Jubiläum sei damit zu einem kleinen, aber sehr freundschaftlichen und feierlichen Ersatz für die ausgefallene offizielle 50-jährige Partnerschaft-Feier auf kommunaler Ebene geworden.

Und Franz Kerner, einer der Gründer der Boule-Freunde, zog dieses Fazit: „Es war ein geniales Erlebnis und für mich persönlich war diese Reise eine wahre ’Quelle des Lebens’, die mir und allen gut getan hat“. Für den Besuch der Boule-Freunde in Chauffailles war es auch ein besonderer Glücksfall, dass mit Olivier Schächter – er hat Hauensteiner und Chauffailler Wurzeln – auch ein Dolmetscher für beide Seiten vor Ort war.

Partnerschaft nimmt an der Kerwe ihren Anfang

Die Partnerschaft, die an der Kerwe 1970 in Hauensteins TVH-Saal eine Epoche eingeläutet hatte, war eine der ersten rheinland-pfälzisch-burgundischen Partnerschaften, die bereits im Jahr 1990 anlässlich des 20. Jubiläums mit der französischen Jean-Monet-Ehrenplakette ausgezeichnet worden war. Und die Signale, die die neue Bürgermeisterin ausgesendet hat, sind jedenfalls Erneuerungssignale der einst so blühenden Freundschaft Hauenstein-Chauffailles, an die nun mit neuem Elan angeknüpft werden soll. (ys)

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