Kreis Südwestpfalz Freie Fahrt am Freitag

Der Platz vor der VR-Bank und der Apotheke entstand, weil die Einmündung in den Butterweg neugestaltet wurde. Weil die Geschäfte
Der Platz vor der VR-Bank und der Apotheke entstand, weil die Einmündung in den Butterweg neugestaltet wurde. Weil die Geschäfte dort Parkplatzbedarf angemeldet hatten, wurde er zum Teil als Parkplatz gestaltet.

Die Arbeiten an der Großbaustelle in der Hornbacher Ortsdurchfahrt gehen morgen zu Ende und liegen damit genau im Plan. Die angepeilte Gesamtinvestitionssumme von rund 1,5 Millionen Euro für die rund 400 Meter lange Baustelle wird voraussichtlich nicht oder nur geringfügig überschritten. So spricht denn auch Werkleiter Eckart Schwarz von einer „Hochglanzbaustelle“.

Im ersten Bauabschnitt, von der Einmündung Grabenstraße/Butterweg bis zur Talstraße wurde vom 18. April bis 7. Juni der Kanal erneuert. Miterneuert wurden alle Hausanschlüsse für Kanal und Wasser. „Dabei kamen alle alten Stahlanschlüsse, in die zum Teil noch der Reichsadler geprägt war, raus“, sagt Schwarz scherzhaft. Ebenso erneuert wurden die Wasserleitung, die Beleuchtung und die Verkabelung durch Telekom und Pfalzwerke. Dabei sind die Gehwege bis zur Bordsteinkante Sache der Stadt. Sie hatte geplant, 300 000 Euro für Gehwege und Plätze auszugeben. „Bei 320 000 bis 330 000 werden wir am Ende wohl herauskommen“, sagt der erste Stadtbeigeordnete Helmut Weiske. Die Abrechnungen seien noch nicht gemacht. „Rund 120 000 Euro waren davon für die Platzgestaltung vor der VR-Bank mit dem Kaiserslauterer Architekturbüro Klaus Meckler in Eigenregie“, sagt Josef Sommer, Bauleiter im Ruhestand der beauftragten Neunkircher Baufirma Eurovia. Sommer wohnt in Hornbach und macht für die Gemeinde gemeinsam mit der Straßenmeisterei in Waldfischbach-Burgalben die Bauüberwachung. Der Platz vor der VR-Bank und der Apotheke entstand, weil die Einmündung in den Butterweg neugestaltet wurde. Weil VR-Bank, Arzt, Apotheke, Post und Bäckerei Parkplatzbedarf angemeldet hatten, wurde der Platz zum Teil als Parkplatz gestaltet. Die Grabenstraße führt jetzt über diesen Platz hinweg, was als reine Anliegerstraße kein Problem sei, meint Helmut Weiske. Im zweiten Bauabschnitt bis zur Einmündung Lauerstraße wurden vom 8. Juni bis 20. Juli die gleichen Arbeiten ausgeführt. Zusätzlich werden nun noch bei drei Häusern mit besonders schönen, denkmalgeschützten Sandsteintürengewänden die alten Treppen weggerissen und durch passende Sandsteintreppen ersetzt. Für die Kosten komme die Stadt über die wiederkehrenden Beiträge zum Straßenbau auf. Die Stadt möchte die Eigentümer auf diesem Wege animieren, ihre Fassaden herrichten zu lassen „Der zweite Bauabschnitt war pünktlich freitags vor dem Landmarkt am 18. Juni fertig geworden“, erinnert sich Weiske. Warum das Großprojekt überhaupt in Angriff genommen wurde? „Der Landesbetrieb Mobilität in Kaiserslautern wollte die Bundesstraße 424 ausbauen. Und die Stadt wollte die Durchgangsstraße altstadtgerechter umgestalten“, erläutert Weiske. Dafür ist die Fahrspur schmäler geworden. Sie stammte noch aus Zeiten, in denen sie den gesamten Durchgangsverkehr aufnehmen musste. Seit dem Bau der L 700 im Jahr 2005 ist dies nicht mehr der Fall. Und so weit zurück reichen Weiske zufolge bereits die Planungen für die neue Ortsdurchfahrt . Die Gehwege wurden verbreitert. Diese wurden mit rot-grau geflammtem Verbundpflaster verlegt. Im Klosterbereich im dritten Bauabschnitt werden die Gehwege aus Denkmalschutzgründen mit Natursteinpflaster verlegt. In Busenberg habe man sich noch eine Charge schön glattes Pflaster sichern können, sagt Josef Sommer, der ehemalige Bauleiter der Neunkircher Firma Eurovia, die für den Straßenbau verantwortlich zeichnete. Eurovia hat „ausgezeichnete Arbeit geliefert: schnell, flexibel und effizient“, fasst Frank Scherthan, Bauleiter der Verbandsgemeindewerke, zusammen. So werde auch die sehr sportlich angesetzte Bauzeit eingehalten. Die Akzeptanz in der Bevölkerung sei enorm, sagt er. Es habe praktisch keine Anwohnerbeschwerden gegeben. Im Gegenteil: Die Bauarbeiter hätten fast keine Baubude gebraucht, „überall stehen die Garagen mit Sitzgelegenheiten offen“, so Scherthan weiter. Vielerorts gebe es Getränke oder Kaffee und Kuchen. Am dritten Bauabschnitt von der Lauerstraße hoch zum Kloster wird seit 20. Juli gebaut. Es wurden schon die Bussteige barrierefrei gestaltet, und an den Gehwegen wird derzeit noch gearbeitet. Die Natursteine werden dieser Tage vor der Klostermauer in Beton verlegt und eine Sandsteinmauer an der Bushaltestelle aufgesetzt, morgen sollen die Markierungsarbeiten im Ort stattfinden und damit die Baustelle abgeschlossen werden. Die Gesamtinvestitionssumme von 1,5 Millionen Euro wurde allenfalls geringfügig überschritten“, schätzt der Stadtbeigeordnete Weiske. Betrachtet man die einzelnen Gewerke, sind die Überschreitungen tatsächlich überschaubar. Der Straßenbau schlägt mit 650 000 Euro zu Buche. Die Arbeiten der Verbandsgemeindewerke – Kanal, Wasserleitungen und Hausanschlüsse – kosten 551 000 Euro. Rechnet man damit, dass die Stadt 330 000 Euro zu zahlen hat, läge die Gesamtinvestitionssumme bei 1,53 Millionen Euro. Was am Ende unterm Strich steht, ist noch unklar. Das wird man erst sehen, wenn die Arbeiten endgültig abgerechnet sind.

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