Battweiler / Contwig / Oberauerbach
Firma verlegt Glasfaserkabel, um 5G-Netz zu schaffen
5G ist die kommende Geschwindigkeit in Mobilfunknetzen und der Standard für die Zukunft. Mobiltelefone und andere Geräte verbinden sich kabellos mit dem Netz, aber die Mobilfunkmaste selbst werden über Glasfaserkabel versorgt. Von Battweiler über Oberauerbach nach Contwig verlegt die Firma Dasenbrock aus Vechta in Niedersachsen derzeit die Leitungen. Vom Sendemast der Telekom am Lammsberg auf der Gemarkung Battweiler hat sie mit der unterirdischen Leitungsbohrung begonnen. Bis jetzt hat sie auf etwa fünf Kilometern Leerrohre von fünf Zentimetern Durchmesser im Erdreich eingezogen und hat den Ortseingang von Oberauerbach erreicht. Ziel ist der Sendemast auf der Höhe zwischen Contwig, Oberauerbach und Niederauerbach.
Laut Bauleiter Dirk Bohn ist die Firma ein in Deutschland führendes Unternehmen für solche Arbeiten. Die Firma kann nicht nur durch normales Erdreich bohren, sondern hat auch einen robusten Bohrkopf, der auch den härtesten Fels bezwingt. In der Pfalz stoße man zwangsläufig immer wieder auf den manchmal harten und extrem widerborstigen Buntsandstein. Dies bedeute Geduld und die notwendige Erfahrung, um sich den Weg zum nächsten Bohrloch zu bahnen, so Bohn. Es werden immer Strecken von 125 Meter gebohrt, dann ragen die Leerrohre aus dem Boden heraus. Darum sieht man zwischen Battweiler und Oberauerbach überall Absperrungen und Kunststoffrohre, in die in der zweiten Märzwoche das erste Glasfaserkabel eingeblasen werden soll. Die Rohrleitung liegt etwa konstant 1,20 Meter in der Tiefe, um auch vor richtig frostigen Temperaturen geschützt zu sein.
Leerrohr wird mit sieben Glasfaserleitungen befüllt
Die Rohrleitungsarbeiter sind froh, dass es dieser Tage nicht regnet, denn sie müssen noch im Eiltempo hoch bis auf die Contwiger Höhe. Nicht weit vom Trinkwasserbehälter für Oberauerbach steht ein weiterer Sendemast der Telekom, wo die Hauptleitung vom Lammsberg angeschlossen wird. In das Leerrohr werden sieben Röhrchen von einem Zentimeter Durchmesser eingeführt, die das schnelle und empfindliche Glasfaserkabel schützen. Dazu trifft in der nächsten Woche ein Spezialtrupp in der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land ein, der das Leerrohr befüllt und an den noch offenen Bohrlöchern fachgerecht verbindet und verschließt. Diese offenen Stellen in der Leitung seien wichtig, um bei Problemen reagieren zu können.
Vom Sendemast auf der Höhe wird die Rohrleitung bis in die Stadt Zweibrücken gezogen, so der Bauleiter. Wie schnell man Zweibrücken erreichen wird, konnte er noch nicht einschätzen. Bei dem Höhenboden nach Contwig müsse man zuerst mindestens einen Tag Erfahrung sammeln. Bis jetzt gehe man jedoch von einem zügigen Fortgang der Arbeiten aus. Schließlich habe man im gesamten Deutschland viel Erfahrung gesammelt, sodass man Zweibrücken wohl im zeitigen Frühjahr erreichen werde.