Kreis Südwestpfalz Festival ist in die Sackgasse gewandert
Nach drei Jahren soll schon wieder Schluss sein: Die Südwestpfalz-Touristik plant keine neue Auflage des Wanderarena-Festivals mehr. Es hatte zur Premiere in Dahn, dann, mit wenig Erfolg, im französischen Lembach und 2017 mit gut 4000 Besuchern in Rodalben stattgefunden. Für 2018 gab es keinen Bewerber.
Wie Südwestpfalz-Touristik-Geschäftsführer Martin Hartwig am Donnerstag bei der Mitgliederversammlung des Vereins erläuterte, habe die Werbewirkung des Festivals nicht über die Südwestpfalz hinausgereicht. Eventuell werde man sich ab 2019 beim Pfälzerwald-Wandermarathon engagieren. Verbandsbürgermeister Thomas Peifer warf ein, dass seine Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben als Ausrichtungsort für 2019 vorgesehen war. Die Vorsitzende und Landrätin Susanne Ganster schlug vor, das Thema in der Interessengemeinschaft Wanderarena zu besprechen. Wanderarena ist das umstrittene Label, mit dem die Südwestpfalz für den Wandertourismus wirbt. Hartwig zeigte sich erfreut, dass die Zahl der Übernachtungen (498 000), der Gäste (206 000) und deren durchschnittliche Verweildauer (2,4 Tage) in der Südwestpfalz (mit Städten) 2017 auf dem Niveau von 2016 blieben. Dank der Wiedereröffnung der Fasanerie gebe es wieder mehr Betten (4883). Vor zehn Jahren allerdings waren es noch 538 000 Übernachtungen von 203 000 Gästen, die 2,7 Tage blieben; und es gab damals 5722 Betten. 2018 will der Verein 306 000 Euro ausgeben, 51 000 Euro weniger als 2017. Das liegt vor allem an Printprodukten, die nicht jedes Jahr neu aufgelegt werden. Für kleine Werbefilme und Pressearbeit werde hingegen mehr ausgegeben.