Herschberg
Ferienfreizeit: Wieder Leben in der großen Halle
Zum Basteln und Essen hatten alle einen eigenen Tisch. Die waren coronagerecht im weiten Rund der großen Halle aufgestellt. Das Anfertigen eines Mobiles zu Halloween stand schon am ersten Tag auf dem Plan. Für das Basteln eines Igels aus Wolle bekam Kreisjugendpflegerin Jessica Junkes Unterstützung von Marion Piechowitz aus Zweibrücken, die Kreativ-Workshops anbietet.
Das eigentlich wechselhafte Wetter erlaubte es am Mittwoch zur Freude der Kinder, Drachen in den kurzfristig wolkenfreien Himmel steigen zu lassen und zwischendurch im Herschberger Freizeitgelände Minigolf zu spielen. Da war es gut, dass die Jugendpflegerin zwei zuverlässige Helferinnen hatte, denen die Arbeit mit der Rasselbande viel Spaß gemacht hat. Faye aus Dellfeld, eine 18-jährige Abiturientin, hatte schon ihren fünften Einsatz bei einer Freizeit. „Es gefällt mir auch diesmal wieder“, sagte sie. Die Studentin Julia (19) aus Zweibrücken war zum ersten Mal dabei und stellte fest: „Nicht nur die Kinder können von uns etwas lernen, sondern auch umgekehrt.“
Eine ganze Reihe der Mädchen und Jungs haben schon mehr als eine Freizeit in Herschberg besucht. Wie zum Beispiel Sophia (10) aus Saalstadt und Marlene (10) aus Wallhalben, der das Minigolfspiel am meisten Freude gemacht hat. Dass nicht nur Buben gerne mit dem Messer schnitzen, bewies die sechsjährige Mia aus Herschberg. Ebenso konzentriert wie Aros (8) bearbeitete sie ein Stück Weichholz und freute sich über die Entstehung eines „Göffels“ – an einem Ende Gabel und auf der gegenüberliegenden Seite ein Löffel. Diese Fertigkeit hat den Kindern Andreas Stern vermittelt, ein Erlebnispädagoge aus Ludwigswinkel, zuständig für die Sonderpädagogik im Biosphärenhaus in Fischbach. Mit ihm haben sie dann noch das Schießen mit dem Blasrohr ausprobiert, was für die Kleinsten eine Herausforderung war.
Zum Abschluss durften die Kinder dem Märchenerzähler Franz Speicher aus Herschberg lauschen, der es versteht, nicht nur Kinder mit spannenden Geschichten in seinen Bann zu ziehen. Nachdem sich alle gut benommen haben und die Hygieneregeln beachteten, spendierte Jessica Junkes zur Belohnung noch ein Eis. Die Jugendpflegerin organisiert solche Freizeiten schon seit 20 Jahren und bekennt: „Es macht immer noch Freude, die Fröhlichkeit der jungen Teilnehmer zu beobachten – und natürlich gibt es immer noch alle Arten von Überraschungen, hauptsächlich allerdings positive“.