Kreis Südwestpfalz Farbwechsel in der Mensa

Die Arbeiten für die Sanierung und den Neubau der Grundschule in Thaleischweiler-Fröschen liegen im Zeitplan. Das sagte Thomas Diehl vom Planungsteam Südwest am Donnerstag im Bauausschuss der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben. Bis zur Sitzung seien Aufträge im Wert von 866 400 Euro für die Schule vergeben worden.
Das Bauvorhaben kostet, wie mehrfach berichtet, über zwei Millionen Euro. Der Ausschuss vergab am Donnerstagabend den Auftrag für die Heizungsinstallation (65 600 Euro) und die Sanitärinstallation (35 800 Euro) im vorhandenen Gebäude an die Firma Traub aus Obernheim-Kirchenarnbach. Diehl erklärte, dass die Dacharbeiten, die durch Frost kurz unterbrochen waren, kurz vor dem Abschluss stehen. Danach werde das Gerüst für die Dacharbeiten entfernt, dann die Baugrube für den Neubau ausgehoben. Der Auftrag für den Rohbau des neuen Gebäudes sei vergeben; im Januar werde damit begonnen. Ursprünglich war geplant, noch im Dezember zu beginnen. Das bringe aber keine Verzögerung mit sich, sagte Diehl: Die Betonfertigteile für den Neubau hätten eine gewisse Lieferzeit, und bis dahin seien die Vorarbeiten abgeschlossen. Im Altbau laufen derweil die Abrissarbeiten. „Hier sind wir schon relativ weit“, sagte Diehl. Die geplante Elektrik für Alt- und Neubau stellte das Ingenieurbüro Zerbe vor. Das komplette künftige Schulgebäude wird durch LEDs beleuchtet. In den bisherigen Gebäudeteilen werden die Decken abgehängt, dort werden LED-Strahler, Lautsprecher und Brandmelder eingebaut. Lärmschutzpaneele sollen für eine bessere Akustik sorgen. Im Treppenhaus sind große Flächenleuchten vorgesehen. In der Mensa, die im Neubau entsteht, soll die Beleuchtung die besondere Atmosphäre des Raumes unterstreichen. Vorgesehen sind größere Leuchten, asymmetrisch aufgehängt. An der großen Fensterfront werden LED-Strahler in den Boden eingelassen, die die Farbe wechseln können. Ein Teil der Beleuchtung werde dimmbar sein, weil die Mensa multifunktional genutzt werden soll. Auch die Computertechnik und deren Verkabelung steht nun fest: Es gibt so genannte Whiteboards in den Klassenräumen, Beamer und Leinwand in der Mensa. Im Schulgebäude und vor der Mensa werden vielleicht Terminals aufgestellt, die beispielsweise den Speiseplan oder Stundenpläne anzeigen. „Wir wollen die Schule so zukunftssicher wie möglich bauen“, verdeutlichte Thomas Schatton von der Bauabteilung der Verbandsgemeinde, dass modernste Technik zum Einsatz kommt. Diskussionsbedarf gibt es noch um die Küche in der neuen Mensa. Dort wird nicht gekocht, sondern ein Caterer liefert das Essen an. In zwei Schichten werden künftig täglich etwa 200 Mittagessen ausgegeben. Dabei soll berücksichtigt werden, dass kleine Schulkinder dort essen, zum Teil auch Kinder mit Beeinträchtigungen. Das erfordere weitere Abstimmungsgespräche − zunächst in kleinerem Rahmen zwischen Architekten, Vertretern der Bauabteilung und der Schule, schlug Verbandsbürgermeister Thomas Peifer am Donnerstagabend vor. Der Bauausschuss stimmte in der Sitzung auch den Plänen für die Lüftung zu, die das Planungsbüro Martin aus Krähenberg erstellt hat. Es gelinge, den Energiebedarf des Schulgebäudes durch die optimale Heiz- und Lüftungstechnik auf das Niveau eines großen Einfamilienhauses herunterzufahren, berichtete Thomas Martin. Deshalb beschloss der Bauausschuss, etwa 50 000 Euro mehr als zunächst geplant in die Lüftungstechnik zu investieren. Man setze nun auf eine sensorgesteuerte mechanische Belüftungstechnik, welche die Schulsäle automatisch be- und entlüftet. In der neuen Mensa wird die Lüftung in drei Zonen aufgeteilt, die einzeln steuerbar sind − je nachdem, wie der Raum genutzt wird. |add