Kreis Südwestpfalz Fördergelder für Hausbesitzer möglich

Die Insolvenz des Zweibrücker Flughafens könnte dazu führen, dass Hausbesitzer im Contwiger Ortskern Fördergelder bekommen, wenn sie ihre Häuser sanieren.
Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden von Privatleuten und Restaurierungsmaßnahmen der Gemeinde könnten nach dem Städtebauförderprogramm der Landesregierung gefördert werden. Für die Gemeinde Contwig besteht im Zusammenhang mit der Insolvenz des Zweibrücker Flughafens die Möglichkeit, im Rahmen des 25-Punkte-Programms der Landesregierung ins Städtebauförderprogramm aufgenommen zu werden. Die Fördergelder aus dem Programm sollen dem Contwiger Ortskern und dessen Umfeld zur Verfügung gestellt werden. „Das Gebiet ist eingegrenzt auf den Ortskern im Bereich Marktplatz, Bahnhofstraße, Tränkgasse, Brunnengasse, Storchengasse“, erklärt Ortsbürgermeister Karlheinz Bärmann. In der letzten Sitzung des Ortsgemeinderates hatten sich die Ratsmitglieder grundsätzlich dafür ausgesprochen, sich um die Aufnahme in das Programm zu bewerben. Mittlerweile wurden die Bewerbungsunterlagen erstellt. Zur weiteren Abwicklung sind in dem Gebiet Ortskern und um dessen Umfeld, das rund 16 Hektar umfasst, Untersuchungen durchzuführen, inwieweit Missstände durch Sanierungsmaßnahmen behoben werden können. Der Ortsgemeinderat soll in seiner Sitzung am heutigen Mittwoch (19.30 Uhr, Rathaus) das Untersuchungsgebiet festlegen und den Einleitungsbeschluss für die vorbereitenden Untersuchungen fassen. Ein Planungsbüro soll für die weiteren Aufgaben beauftragt werden, allerdings muss vorher der Förderantrag bewilligt sein. Der Förderantrag soll jetzt bereits gestellt werden. Im Neubaugebiet „Auf Mühlbach, Hinterm Bohnrech“, dritter Bauabschnitt, bereitet der Erschließungsträger die Erschließung vor. „Die Erschließung soll im Frühjahr erfolgen. Bis auf einen sind bereits alle Bauplätze weg“, sagt Karlheinz Bärmann. Die Planung umfasst die Fortführung der Falkenstraße bis zur Oberauerbacher Straße und die Einmündung in die Kreisstraße. Auch ein Gehweg entlang der Oberauerbacher Straße sowie eine Fußwegeverbindung zur Straße „Am Bohnrech“ sind in der Planung enthalten. Der Wirtschaftsweg zum Werderhof soll ausgebaut werden. Im Zuge der Arbeiten soll auch das schadhafte Wegstück zwischen der L 471 und dem Bahnübergang wiederhergestellt werden. Auch die Änderung des Bebauungsplanes „Flur“ steht auf der Tagesordnung. Hier geht es um ein Grundstück der Gemeinde in der Richard-Wagner-Straße. (ntg)