Bottenbach
Einnahmen sinken durch Corona
Während andernorts viele Ratssitzungen abgesagt wurden, traf sich der Bottenbacher Rat am Mittwoch tagte im Dorfgemeinschaftshaus. Das Ortsparlament hatte sich allerdings schon am Vorabend bei einer von Ortsbürgermeister Klaus Weber initiierten über zweistündigen Telefonkonferenz sachkundig gemacht. Das führte dazu, dass neun Punkte aus öffentlicher und nichtöffentlicher Sitzung am Sitzungstag in 20 Minuten abgehandelt werden konnten. Dann war Sitzungsende nach einstimmig gefassten Beschlüssen.
Einnahmen gesunken
Einer der wichtigsten Entscheidungen war die Verabschiedung des Doppelhaushaltes 2021/2021. Die Pandemie war Grund dafür, dass das von der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land stammende 190 Seiten starke Zahlenwerk nicht wie üblich von Sachbearbeiter Daniel Goedel in der Sitzung erläutert wurde. Dies übernahm in wenigen Worten, belegt mit Zahlen, Weber selbst, für den Verwaltungswirt und Leiter der Umweltbehörde der Kreisverwaltung kein Problem.
In beiden Jahren ist der Doppelhaushalt nicht ausgeglichen. Für 2021 sieht der Entwurf einen Fehlbetrag von rund 131.000 Euro im Ergebnishaushalt vor. Dieser soll sich dann 2022 auf einen Fehlbetrag von rund 80.000 Euro reduzieren. Hauptgründe für die hohen Fehlbeträge sind die verminderten Einnahmen durch die Coronapandemie. Alles, was vom Rat zuvor beschlossen oder angeregt wurde, ist laut Weber im Doppelhaushalt enthalten.
Dabei geht es um die Planungen zur Erschließung des kleinen Neubaugebietes „Am großen Busch“ gegenüber dem gemeindlichen Spielplatz als auch „Am Kälbling“ und die dafür notwendigen Kosten. Finanziert ist darüber hinaus die Anschaffung eines Rasenmähers für 7000 Euro, das Kommunalfahrzeug für den Bauhof für 20.000 Euro sowie die Wetterschutzhütte am gemeindlichen Grillplatz mit einem Gemeindeanteil von 8200 Euro. Eine Darlehensaufnahme für Investitionen ist aufgrund der positiven Kassenlage in beiden Jahren nicht erforderlich.
Finanziell verschlechtert, aber tragbar
„Wir verschlechtern uns finanziell in den beiden kommenden Jahren, können jedoch gegenüber anderen Ortsgemeinden damit noch gut leben“, so Weber in seiner kurzen Stellungnahme. So verschlechtert sich 2021 die finanzielle Lage um rund 126.000 Euro und 2022 nochmals plangemäß um rund 94.000 Euro. Dank eines laut Weber voraussichtlich zum Ende dieses Monats noch vorhandenen Kassenbestandes von gerundet 177.000 Euro wird die Verschlechterung dazu führen, dass der Kassenbestand Ende 2021 noch ein Guthaben von rund 41.000 Euro ausweist. Dieses wird sich jedoch Ende 2022 verändern auf ein Minus von rund 9000 Euro. Glücklich preisen könne man sich, dass dann die Verschuldung der 740 Einwohner per Stand 30. Juni 2020 lediglich bei 6,35 Euro zum Ende des Jahres 2022 liege, so der Ortsbürgermeister.