Kreis Südwestpfalz Eine Wehr, ein Haus

Auf dieser Fläche zwischen Rieschweiler und Höhmühlbach soll das gemeinsame Feuerwehrhaus nächstes Jahr gebaut werden.
Auf dieser Fläche zwischen Rieschweiler und Höhmühlbach soll das gemeinsame Feuerwehrhaus nächstes Jahr gebaut werden.

Zwei Wehren werden zu einer: Der Verbandsgemeinderat Thaleischweiler-Wallhalben hat am Dienstagabend einstimmig den Bau eines gemeinsamen Feuerwehrhauses für die Wehren Rieschweiler und Höhmühlbach beschlossen. Berthold Martin (FWG) enthielt sich – noch sei ja das Feuerwehrkonzept für die Verbandsgemeinde nicht beschlossen.

Für Wallhalbens Bürgermeister Martin, der selbst Feuerwehr-Erfahrung hat, machte der Verbandsgemeinderat mit seinem Beschluss den zweiten Schritt vor dem ersten. Der Rat soll laut Verbandsbürgermeister Thomas Peifer das Konzept am 22. Februar beschließen. Darin steht, welche Wehren neue Autos und Geräte bekommen sollen. Es gilt als eine Art Feuerwehr-Fahrplan für die nächsten zehn Jahre. Erst danach, so Martin, sollte der Rat über solche Neubauten entscheiden. Das Konzept sieht unter anderem ein gemeinsames Feuerwehrhaus für die Wehren in Rieschweiler und Höhmühlbach vor (wir berichteten zuletzt am 17. Januar). Doch selbst wenn der Rat dem Konzept diesen Monat zustimmt, steht für Martin noch nicht fest, dass das Land den Bau auch bezuschussen wird − „nicht dass da später ein großer Teil doch an uns hängen bleibt“. Sein Vorschlag: Erst solle das Land den Plan absegnen, dann sollte der Rat den Neubau beschließen. Er blieb mit dieser Ansicht in der Sitzung am Dienstag jedoch allein. Bei der Feuerwehr in Rieschweiler sind derzeit zwei Fahrzeuge für den Katastrophenschutz untergebracht. Früher war der Katastrophenschutz Aufgabe des Bundes, nun ist er bei den Landkreisen angesiedelt. „Wir bauen da für den Bund Hallen. Ich frage mich: Inwieweit werden die mitfinanziert?“, fragte Martin und meinte damit: Was, wenn die Fahrzeuge für den Katastrophenschutz künftig bei einer anderen Wehr angesiedelt werden, und am neuen Feuerwehrhaus dann Hallen leerstehen? „Wir kriegen Zuschüsse“, entgegnete Verbandsbürgermeister Thomas Peifer; zudem sei das Vorhaben mit der Kreisverwaltung vorbesprochen. Es sei wichtig, jetzt „ein Zeichen zu setzen, in die Gänge zu kommen“. Die 45 Wehrleute, derzeit noch auf zwei Wehren verteilt, sollen zu einer Einheit werden. Berthold Martin äußerte zudem Zweifel, ob den Wehren die richtige Risikoklasse zugeteilt wurde. Von den in der Feuerwehrverordnung festgelten Risikoklassen hängt, bedingt durch die Struktur einer Gemeinde, auch die Ausstattung einer Wehr ab. Rieschweiler-Mühlbachs Bürgermeister Heino Schuck entgegnete, man verlasse sich da auf Wehrleiter Harald Borne. „Das wird schon seinen Grund haben, wenn’s so im Konzept steht“, sagte Schuck. Man habe großen Wert darauf gelegt, bei der Fusion der beiden Feuerwehren Wehrleiter und Wehrführer einzubinden. Das neue Feuerwehrhaus soll zwischen Rieschweiler und Höhmühlbach an der Kreisstraße 15 auf Höhmühlbacher Gemarkung entstehen, wo die Straße Im Hechtloch in die Pirmasenser Straße übergeht. Die Fläche umfasst knapp 5000 Quadratmeter. Baubeginn soll im nächsten Jahr sein.

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