Trulben
Ein buntes Pflasterband für die Ringstraße
Der Ortsgemeinderat Trulben hat am 29. Juli für die Gemeinschaftsmaßnahme mit den Werken der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land der Firma Peter Gross Infra GmbH in Pirmasens für 880.000 Euro den Auftrag zum Ausbau der Ringstraße erteilt. Für die 255 Meter lange Ausbaustrecke entstehen voraussichtlich Kosten von etwa einer Million Euro. Bis zur Fertigstellung wird wohl ein Jahr vergehen.
Planung und Bauleitung obliegen dem Ingenieurbüro Harald Krupp aus Waldfischbach-Burgalben. Der Anteil der Ortsgemeinde an den Gesamtkosten beträgt für den Straßenausbau 448.000 Euro. Er wird finanziert über wiederkehrende Beiträge für die eigene Erschließungseinheit Hochsteller- und Felsenbrunnerhof, einen Landeszuschuss und ein Darlehen. Das Kanalwerk wendet 163.000 Euro auf, das Wasserwerk 220.000 Euro. Die geringeren Aufwendungen für den Kanal erklären sich dadurch, dass nur ein Teilbereich erneuert werden muss und der übrige Kanal ohne Sanierung weitergenutzt werden kann. Hinzu kommen 45.000 Euro durch die Netz AG der Pfalzwerke.
Baukosten extrem gestiegen
Weil die Baukosten extrem gestiegen sind und der Gemeindeanteil aufgrund gesetzlicher Vorgaben von 40 auf 30 Prozent reduziert werden musste, erhöhte sich der Beitragssatz um 60 Prozent. Zahlten die Einwohner des Hochsteller- und Felsenbrunnerhofs zuletzt noch 20 Cent je Quadratmeter beitragspflichtiger Fläche, sind es jetzt 32 Cent.
Im Zuge der Vorbereitungen der Maßnahme hat die Firma Tauber aus Weiterstadt für 3000 Euro bereits eine Kampfmittelsondierung vorgenommen und das Deidesheimer Ingenieurbüro Peter Meier eine Dokumentation für die 33 betroffenen Gebäude für 3000 Euro vorgenommen. Neben weiteren kleineren Beträgen, auch für Leerrohre, den Kosten für die Baubodenbegutachtung, fallen letztlich die nicht unwesentlichen Kosten für das Ingenieurbüro Krupp an.
Ausbau in drei Abschnitten
Ausgebaut wird die alte Ringstraße in Trulbens Ortsbezirk, beginnend von der K6 bis zur Einmündung der Wasgaustraße. Es handelt sich um den ersten Bauabschnitt, dem später in seiner Verlängerung die neuere Ringstraße als zweiter folgen soll. Laut Krupp und Florian Noll aus Bottenbach, Polier der Firma Groß, wurde der auszubauende Teil in drei Abschnitte aufgeteilt. Der erste beginnt an der Kreisstraße als Ortsdurchfahrt, während der dritte bei der Einmündung der Wasgaustraße endet.
Im ersten Teilbereich ist der Straßenaushub erfolgt, die Fläche wurde eingeebnet. Laut Krupp und Noll ist man derzeit damit beschäftigt, die ersten Hausanschlüsse zu erneuern. Ziel ist es, in diesem ersten Abschnitt bis Weihnachten soweit zu kommen, dass die Anlieger mit ihren Fahrzeugen ihre Häuser wieder erreichen können. Derzeit müssen sie an der K6 parken.
Ebene Mischverkehrsfläche
Die relativ enge und dicht bebaute alte Ringstraße wird niveaugleich ausgebaut. Es entsteht dann eine sogenannte Mischverkehrsfläche, die zwischen 6,75 und 7,50 Meter breit ist, und mit farbigem Pflaster ausgebaut wird. In der Straßenmitte ist eine graue Entwässerungsrinne vorgesehen. Auf Bäume, eine Begrünung und Bodenschwellen wurde verzichtet.