Kreis Südwestpfalz Die Kosten im Auge behalten

Die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land könnte in ihren Kläranlagen jährlich 9000 Euro Energiekosten sparen − wenn sie einmalig 23 000 Euro investiert. Das zeigt die Energieeffizienzanalyse der Technischen Uni Kaiserslautern. Der Werksausschuss sieht vorerst keinen Handlungsbedarf.
Bauingenieur Henning Knerr stellte die Ergebnisse der Analyse, die die Verbandsgemeinde 14 500 Euro gekostet hat, am Dienstag dem Werksausschuss vor. Über drei Jahre, von 2011 bis 2013, wurden die Kläranlagen untersucht. Contwig fiel durch einen hohen Anteil an Fremdwasser auf, das beispielsweise durch Fehlanschlüsse ins Leitungsnetz gelangen kann. „Sie reinigen dort sauberes Wasser mit. Insgesamt werden dort 67 Prozent mehr Wasser gereinigt als eigentlich sein müsste“, so Knerr. Das erhöhe den Stromverbrauch. Die Belüftung hingegen arbeite vorbildlich. Knerr machte Vorschläge, wie die Verbandsgemeinde in den Anlagen Energie sparen könnte − indem sie Pumpen und Antriebe erneuert, Staupunkte erhöht. „Wir werden das Thema über die nächsten Monate verfolgen“, sagte Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker; konkret sei aber nichts geplant. Wirtschaftsprüfer Mario Burret stellte die Jahresabschlüsse 2013 für die Wasser- und Abwasserversorgung vor. Nach 100 000 Euro Verlust 2012 habe man 2013 in der Wasserversorgung mit einem Plus von 60 000 Euro abgeschlossen. „Damit liegen wir im Zielkorridor, denn wir streben im Jahresdurchschnitt ein Plus-minus-Null-Ergebnis an“, sagte Burret. Die Werke hätten beim Verkauf keine Gewinnabsicht, denn Gewinne seien steuerpflichtig. Das Eigenkapital sei stabil, die verkaufte Wassermenge rückläufig: 745 000 Kubikmeter in 2013. Bei der Abwasserbeseitigung (Verlust 2013: 150 000 Euro) ist das Eigenkapital leicht rückläufig (2013: elf Millionen), ebenso geht die Menge des entsorgten Schmutzwassers zurück. Zweibrücken-Land habe eine „extrem preiswerte Abwasserversorgung“, stellte Mario Burret fest; bei der Wasserversorgung liege man preislich im Durchschnitt. Man werde die Preise im Auge behalten, sagte Gundacker, aktuell herrsche auch hier „kein Entscheidungsbedarf“. (sbn)