Kreis Südwestpfalz Die Häuser neigen sich alle Richtung Schwarzbach

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Die Werke der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben haben eine Liste der Straßen in ihrem Wasserversorgungsgebiet erstellt, in denen es die meisten Probleme an den Wasserleitungen gibt. Betroffen sind in erster Linie viel befahrene Landes- und Kreisstraßen, die durch die Orte führen. Die Wasserleitungen in den Straßen sollen nach und nach verbessert werden. Das meiste Geld wenden die Werke derzeit pro Jahr auf, um Schäden in der Biebermühler Straße in Thaleischweiler-Fröschen zu beseitigen.

„Das ist die meist befahrene Straße in unserer Verbandsgemeinde“, sagte Werkleiter Joachim Becker bei der Werksausschusssitzung vergangene Woche. Denn die Straße, die nach Thaleischweiler-Fröschen und ins Schwarzbachtal hineinführt, ist eine stark befahren Landesstraße (L 477), die zudem bei Sperrungen auf der Autobahn 62 – auch jetzt wieder – stets als Umleitungsstrecke dient. Zwei weitere Punkte belasten die Leitung: Zum einen ist es eine alte Leitung, zum anderen die Lage der Leitung. Es gibt in dem Gebiet tektonische Veränderungen, erläuterte Becker. Denn auf der einen Seite ist eine Felswand (in Fahrtrichtung Ortsmitte rechts), an die sich unmittelbar Häuser anschließen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehen gleichfalls Häuser, dahinter fließt der Schwarzbach. Die dortigen Häuser neigen sich alle Richtung Schwarzbach. Durch den Druck, den die Felswand aufbaut und die Druckentlastung, die im Gewässerbereich möglich ist, gibt es Verschiebungen im Erdreich. Das schädigt auch die Wasserleitung. Die Werke haben mal überschlagen, dass eine neue Wasserleitung in der Straße rund eine halbe Million Euro kosten könnte. Diese Investition würde sich aber rechnen. Nicht nur, weil die Wasserverluste im Leitungsnetz deutlich gesenkt und der Ärger der Anlieger minimiert würde, sondern auch direkt finanziell. Diese Investition ließe sich abschreiben und würde den Haushalt der Werke über die entsprechende Laufzeit mit Kosten von jährlich 20 000 Euro belasten Das wäre weniger Geld, als derzeit jedes Jahr ausgegeben werden muss, um Schäden an der Wasserleitung zu beheben. Seit dem Jahr 2007 mussten 21 Rohrbrüche in der Straße behoben werden, allein in diesem Jahr fünf. Im ersten Halbjahr 2018 wurden bereits 22 700 Euro für Reparaturen an der Wasserleitung ausgegeben, teilte Becker dem Ausschuss mit. Mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) gab es bereits Gespräche wegen der möglichen Baumaßnahmen. Der LBM prüft, ob auch die Straßenoberfläche mit erneuert werden könnte und so eine gemeinsame Baumaßnahme möglich ist. Das werde insgesamt nicht einfach angesichts der Bedeutung der Straße für den Verkehr. Werde diese für geplante Baumaßnahmen voll gesperrt, „wären uns die Anlieger sicher nicht böse“, sagte Becker mit Blick auf die Verkehrsbelastung. Mit den Fragen, welche Baumöglichkeiten es gibt, soll sich das Ingenieurbüro Dilger aus Dahn befassen. Es solle mal Ideen erarbeiten, wie man vorgehen könne, erläuterte Verbandsbürgermeister Thomas Peifer. Becker informierte den Ausschuss noch über die weitere Reihenfolge der Straßen mit den schlechtesten Wasserleitungen: Es folgen die Rodalberstraße in Petersberg, die Bärenhüte in Nünschweiler, die Hauptstraße in Rieschweiler, in Höheischweiler die Hauptstraße, in Petersberg die Industriestraße sowie die Zweibrücker und die Pirmasenser Straße in Thaleischweiler-Fröschen. Nicht erfasst wurden die Gemeinden, die ihr Wasser über den Wasserzweckverband Sickingerhöhe-Wallhalbtal erhalten.

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