Contwig Der neue Maibaum steht
Ohne den Segen der Kirche geht’s nicht: Ehe der neue Contwiger Maibaum am Donnerstagvormittag in die Höhe gehievt wurde, sprachen die beiden Dorfpriester Johannes Müller und Uwe Beck ein Gebet und segneten den Maibaum. Erst danach legte Manuel Hüther im auf der gegenüberliegenden Straßenseite abgestellten Autokran los, zog den Stamm in die Höhe und positionierte ihn.
Fähnchen: Farben des FCK-Fanclubs
Der neue Maibaum ein Douglasien-Stamm aus dem Schwarzwald, ist inklusive Krone mehr als 21 Meter hoch. Traditionell ist der Mast in den bayerischen Farben blau und weiß gestrichen, weil die Maibaum-Tradition auch aus diesem Bundesland stammt. In Contwig gibt es seit 1998 einen Maibaum, der aufgrund der Baugenehmigung maximal fünf Jahre lang stehen darf. Der Baum musste allerdings schon mehrfach vorzeitig ausgetauscht werden. Der erste Stamm ist sogar nach kurzer Zeit gebrochen. Dieser stammte aus dem Stambacher Wald. Seitdem gibt es das „ungeschriebene Gesetz“ – wenn auch vielmehr ein Ulk der Contwiger -, dass der Maibaum nicht aus Stambach kommen darf.
Am oberen Ende des Maibaums hängen wieder die Zunft-Schilder, darüber die Wappen des Landes Rheinland-Pfalz und der Ortsgemeinde, darunter am Stamm entlang runde Tafeln mit den Wappen der örtlichen Vereine. Die Bändchen an der Krone sind weiterhin rot und weiß: Die Farben sind immer jene des Vereines, der im Jahr des Maibaumstellens das Maibaumfest organisiert hat. Beim alten Maibaum war das die Palatia Contwig gewesen, dieses Mal hat die Organisation des Festes der FCK-Fanclub „Höllenfeuer Contwig“ übernommen. Und dessen Vereinsfarben sind selbstredend ebenfalls rot und weiß.