Bottenbach „Der Kindergarten wird uns noch viel Geld kosten“
Aktuell gibt es in der Bottenbacher Kita 20 Ganztagsplätze. Der geschätzte Bedarf ist jedoch doppelt so hoch. Kurz gesagt: Ein Anbau muss her. Der Kindergarten ist in Trägerschaft der protestantischen Kirche. Die kann und will jedoch nicht in einen Ausbau investieren, steht deswegen aktuell in Verhandlungen. Nun soll ein Ausbauplan her, für den zuständige Ingenieurbüro Grub aus Zweibrücken bezahlt werden will. Weil der Kirche jedoch das finanzielle Risiko zu hoch ist – immerhin könnte man am Ende auf einen Anbau verzichten, dann fallen aber dennoch die Kosten für den Plan an –, soll sich die Gemeinde daran zur Hälfte beteiligen. Sollte der Plan realisiert werden, sagte Bürgermeister Klaus Weber am Dienstagabend, muss die Gemeinde ohnehin sämtliche Kosten für den Ausbau tragen. Der Rat stimmte dem Beschluss bei einer Gegenstimme zu.
Beschwerde beim Land
Das war am Dienstag nicht alles, was es zum Kindergarten zu diskutieren gab: Ebenso muss mehr Personal eingestellt werden, um die Anforderungen des Kindergarten-Zukunftsgesetzes zu erfüllen. Für Bottenbach heißt das fürs laufende Jahr ein Mehraufwand über 7000 Euro und für 2022 über 14.300 Euro – festgehalten in einer Zusatzvereinbarung mit der Kirche. Der Rat stimmte dem einstimmig zu. Weber kommentierte gen Ende: „Der Kindergarten wird uns noch viel Geld kosten.“ Zudem werde er in anstehenden Ratssitzungen noch oft Thema sein. Beate Schnurs Vorschlag, sich in einem offenen Brief an die Landesregierung zu wenden, um sich zu beschweren, dass die Kita-Kosten allein an den Kommunen hängen bleiben, stieß im Rat auf offene Ohren: Der Beschluss wurde einstimmig gefasst.