Bottenbach
Das alte Wasserhaus wird abgerissen, aber nicht mehr aufgebaut
Inzwischen herrscht Stillstand, und auch das alte Wasserhaus steht noch still da. Allerdings kann in das marode und baufällige Gebäude mit dem eingestürzten Dach ungehindert Wasser eindringen, was der Bausubstanz weiter schadet. Dieses Jahr werde man nochmals über den Abrisszeitpunkt beraten, kündigte Bürgermeister Klaus Weber an.
Der Rat war im Mai Webers Argumentation gefolgt, dass das ehemalige Pumpenhaus an der Grillhütte mehr nutzen würde als mitten im Wald etwas nordöstlich des Dorfes. Schmackhaft geworden wäre dies durch Fördermöglichkeiten. Man hätte das Haus ab- und wieder aufgebaut. Die Sandsteine selbst haben eine gute Bausubstanz, wobei jeder Stein einzeln behauen und verarbeitet wurde.
Diesem Vorhaben räumte jedoch die Bauabteilung der Kreisverwaltung Südwestpfalz keine Chancen für eine Genehmigung ein. Schon allein deshalb wurde kein Förderantrag gestellt. Bei den weiteren Beratungen mit Architekt Christoph Arnold vom Pirmannsteinerhof bei Bottenbach verständigte man sich bei der Kreisverwaltung auf eine Schutzhütte in Holzbauweise mit Überdachung und offenen Seiten. Damit der Bauantrag Aussicht auf Erfolg hat, beschloss der Rat im Oktober, die Verbandsgemeinde Pirmasens-Land zu bitten, das Grillgelände im Flächennutzungsplan als Freizeitgelände mit Grillhütte darzustellen. Dem entsprach der Verbandsgemeinderat im Dezember.
Jetzt muss die Ortsgemeinde eine Baugenehmigung für die neue Hütte aus Holz einholen. Und der Ortsgemeinderat muss entscheiden, ob das alte Wasserhaus sofort abgerissen wird oder lediglich schrittweise. Das würde dann je nach Bedarf geschehen, immer dann, wenn die Gemeinde im Ort etwas plant, wofür die schönen und wertvollen Bruchsteine verwendet werden sollen.