Kreis Südwestpfalz Danke, aber ...

Er ist der dienstälteste Bürgermeister im Zweibrücker Land und tritt im Mai nach 27 Jahren an der Spitze von Winterbach nicht mehr an: Willi Schwarz. Zum Abschied sagte er am Donnerstag im Verbandsgemeinderat danke, übte aber auch Kritik.
Der Leistung der Verwaltung und der Mitarbeiter, die die Hauptlast der Fusion der früheren Verbandsgemeinden Thaleischweiler-Fröschen und Wallhalben tragen, müsse man Respekt zollen, fand er. Dieses Lob verknüpfte der CDU-Politiker mit Kritik. Das erlaube er sich zum Abschied. Zum einen solle die Verbandsgemeinde die Ortsbürgermeister, vor allem die, die neu gewählt werden, besser an die Hand nehmen. In der früheren Verbandsgemeinde Wallhalben seien Bürgermeister, wenn Beschlüsse gefasst waren, zum Gespräch mit dem betreffenden Mitarbeiter eingeladen worden, der die einzelnen Schritte genau skizziert habe. Aus Winterbacher Sicht ärgere ihn, dass es von Verbandsgemeindeseite keine Zuschüsse mehr für Kindergartenneu- oder -umbauten gebe. Die habe es vorher gegeben. Für ihn stehe zudem immer noch fest, dass das Geld, das der Kreis nach der Übernahme der Aufgabe Breitbandausbau an die Gemeinden der früheren Verbandsgemeinde Wallhalben zurückgezahlt habe, den Ortsgemeinden zustehe, die bereits bis 50 Mbit versorgt sind, weil sie dafür selbst Geld in die Hand genommen haben. Verbucht wurde die Rückzahlung bei der Verbandsgemeinde. Mit Geld aus dem Konjunkturförderprogramm und von der früheren Verbandsgemeinde war in den Wallhalber Gemeinden schnelles Internet realisiert worden. Zu beiden Anfragen, sagte Verbandsbürgermeister Thomas Peifer, könne und werde er nicht-öffentlich etwas sagen.