Kreis Südwestpfalz CDU setzt auf alte Bekannte

Die CDU Zweibrücken-Land will Martina Wagner, dritte Kreisbeigeordnete und Bürgermeisterin von Kleinsteinhausen, auf Platz fünf der Liste für die Wahl zum Kreistag Südwestpfalz nominieren – und damit auf dem vordersten Platz, der für Zweibrücken-Land vorgesehen ist. Das teilte der Gemeindeverbandsvorsitzende Björn Bernhard gestern im Gespräch mit der RHEINPFALZ mit. Heute Abend tagt der Gemeindeverband. Im November stellt die Kreis-CDU die endgültige Liste auf.
Die CDU schlägt neben Martina Wagner drei Bechhofer und zwei Contwiger vor: Matthias Roos, Fraktionsvorsitzender im Ortsgemeinderat Bechhofen, für Platz zwölf; Jörg Marx, Ehrenvorsitzender der Jungen Union Zweibrücken-Land, für Platz 19; den Bechhofer Bürgermeister Paul Sefrin für Platz 26; Stefan Fercher, Vorsitzender des Ortsverbandes Contwig, für Platz 32 und Angelika Küttner, Vorsitzende des Ortsverbandes Bechhofen, für Platz 42. Derzeit hat nur ein CDU-Mitglied aus der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land einen Sitz im Kreistag: Werner Lelle aus Contwig. Er kandidiere aus Altersgründen nicht mehr, sagte Björn Bernhard. In den Kreistag gewählt wurde 2014 auch Martina Wagner. Sie wurde aber wieder dritte Kreisbeigeordnete und gab ihren Sitz ab. Für sie rückte Klaus Müller aus Lemberg nach. Ob Martina Wagner auch nach der Wahl Kreisbeigeordnete bleibt, lässt sich noch nicht sagen. Das hängt zum einen vom Wahlergebnis und den Mehrheitsverhältnissen im neuen Kreistag ab, zum anderen von der neu gewählten CDU-Kreistagsfraktion. Die entscheidet, wen sie für das Amt aufstellt – sofern ihr dieser Posten nach der Wahl wieder der CDU zusteht. Dass die Verbandsgemeinde-CDU neben der Kreisbeigeordneten nur Kandidaten aus den beiden größten Orten aufstellt, liege zum einen an den Vorschlägen aus den Ortsvereinen, sagte Bernhard. „Wir hätten gerne auch andere Ortschaften platziert“, sagte er, aber es sei schwierig, aus den kleineren Ortsvereinen Kandidaten für den Kreistag zu gewinnen. Dazu kommt, dass die Wähler bei der Kommunalwahl Kumulieren und Panaschieren können. Das bedeutet: Sie können einzelnen Kandidaten bis zu drei Stimmen geben, und sie können Kandidaten aus verschiedenen Parteien wählen. Das führt dazu, dass vor allem solche Kandidaten viele Stimmen bekommen, die bekannt sind und die aus größeren Ortschaften kommen. Einen Vorteil haben zudem jene Kandidaten, die weiter vorne platziert sind. Björn Bernhard selbst wollte auch nicht für den Kreistag zu kandidieren. Dass er in Dietrichingen wohnt, einem eher kleinen Ort, habe aber keine Rolle gespielt. Er sei sowohl beruflich als auch als dritter Beigeordneter der Verbandsgemeinde genug eingespannt, sagte er. Die von der Verbandsgemeinde-CDU vorgesehenen Kandidaten stellen sich heute Abend (19 Uhr, Turnhallengaststätte in Contwig) nur vor. Gewählt werden müssen sie nicht. Das geschieht am 17. November in Waldfischbach-Burgalben, wenn die Kreis-CDU die endgültige Liste aufstellt. Dann kann es auch vorkommen, dass es um einige Plätze Kampfkandidaturen gibt, auch wenn intern vorbesprochen ist, welchem Gemeindeverband welche Listenplätze zustehen sollen. Gewählt werden heute Abend aber 22 Delegierte aus der CDU Zweibrücken-Land, die am 17. November die Kreistagsliste aufstellen. Außerdem wird Dirk Palm, der Fraktionssprecher im Kreistag, ein Kurzreferat halten.