Kreis Südwestpfalz Bus in der Hauptstraße brennt völlig aus

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Völlig ausgebrannt ist am späten Donnerstagnachmittag ein Linienbus in der Großbundenbacher Hauptstraße. Der Fahrer und die beiden Fahrgäste wurden nicht verletzt, aber es entstand ein Schaden von über 65 000 Euro. Ursache war eine technische Störung im Motorraum.

Der Bus war auf der Linie 232 von Zweibrücken nach Martinshöhe unterwegs, als der Fahrer gegen 17.30 Uhr über Notruf meldete, dass das Fahrzeug in der Hauptstraße in Großbundenbach in Flammen stehe. Verletzt sei niemand, die beiden Fahrgäste und er konnten sich unverletzt in Sicherheit bringen. Er habe versucht, das Feuer mit dem Feuerlöscher zu löschen, was aber nicht gelang. Der blaue Linienbus brannte vollständig aus. Die Feuerwehren von Großbundenbach, Käshofen, Bechhofen und Contwig waren laut dem stellvertretenden Wehrleiter Andreas Glahn mit sechs Fahrzeugen und 32 Einsatzkräften bis 21 Uhr vor Ort. Sie konnten verhindern, dass das Feuer auf ein Wohnhaus samt Scheune übergriff. Laut Polizei entstand lediglich geringer Sachschaden an der Scheune: ein angekohlter Dachbalken, zerplatzte Fensterscheiben und eine geschmolzene Neonröhrenlampe. Weiterhin wurde ein Anhänger leicht angekokelt. Das Busunternehmen kümmerte sich darum, dass das Wrack abgeschleppt wurde. Der Schaden am Bus beträgt 60 000 Euro, der an der Scheune 5000 Euro. Wie hoch der Schaden an der Straße ist, ist noch unbekannt. Zwei Anwohner des Hauses an der Brandstelle sowie ein Feuerwehrmann wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, um eine Rauchgasvergiftung ausschließen zu können. Derzeit geht die Polizei aber davon aus, dass niemand verletzt ist. Laut Sabine Klär, Betriebsleiterin bei der Saar-Pfalz-Bus GmbH, handelte es sich bei dem Bus um ein gebrauchtes Fahrzeug, das das Unternehmen gerade erst gekauft, gewartet, umlackiert und neu ausgestattet hatte. Das Wrack steht nun in der Werkstatt und wird verschrottet. Weitere Ermittlungen werde es nicht geben. Auch der Bus wird nicht mehr näher untersucht: „Da kannste nix mehr feststellen“, sagte sie. Motorbrände seien bei Fahrzeugen nicht ungewöhnlich, aber selten seien sie so gravierend, dass der Fahrer sie nicht selbst unter Kontrolle bringt. Sie sei seit 1999 in dem Unternehmen, und seitdem sei das zweimal vorgekommen: einmal vor Jahren in Homburg und eben vorgestern Abend in Großbundenbach. „Der Fahrer hat alles richtig gemacht“, sagte Klär. Es gebe auch regelmäßige Übungen, wie man einen Bus in solchen Fällen evakuiert. Im Motorraum werde es sehr heiß, und wenn dann eine Leitung undicht ist und Öl ausläuft oder ein Defekt an der Elektrik ist, können Teile in Brand geraten, erklärte Sabine Klär. Obwohl der Bus erst überholt wurde, wird die Saar-Pfalz-Bus nicht versuchen, den Vorbesitzer oder eine Werkstatt am Schaden zu beteiligen: Der Bus sei in verschiedenen Werkstätten gewesen, eigene wie fremde, und man könne niemandem die Schuld zuweisen: „Das war kein schlecht gewartetes Fahrzeug. Das ist wirklich Schicksal.“ Den Anwohnern habe das Unternehmen die Kontaktdaten gegeben. Die Schäden würden über die Haftpflichtversicherung geregelt. (bfl/mml)

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