Wallhalben Bruder-Konrad-Ritt: Jubiläum bei bestem Wetter

Die Reliquie des Namenspatrons wurde beim 90. Bruder-Konrad-Ritt am Sonntag von Kaplan Anthony Anchuri in einer Kutsche an der S
Die Reliquie des Namenspatrons wurde beim 90. Bruder-Konrad-Ritt am Sonntag von Kaplan Anthony Anchuri in einer Kutsche an der Spitze des Zuges mitgeführt.

Ein strahlend blauer Himmel bescherte am Sonntag der traditionellen Pferdeprozession Bruder-Konrad-Ritt im Mühlental zum Jubiläum viele Teilnehmer und eine große Zahl von „Zaungästen“ entlang der vier Kilometer langen Strecke.

Auch beim 90. Bruder-Konrad-Ritt führte die Strecke, wie schon seit 1931, von Labach nach Wallhalben. Wegen der Pandemie wurde das runde Jubiläum dieser weitbekannten Prozession zum Gedenken an den heiligen Konrad erst dieses Jahr erreicht. Pünktlich um 9 Uhr machten sich die zehn Kutschen und die Reiter mit insgesamt über 50 Pferden von der gotischen Kirche in Labach aus auf den Weg durch die blühende Landschaft. Eine Stunde später erreichte der bunte Korso die Allerheiligen-Kirche am Ochsenberg in Wallhalben. Statt eines Reliquienreiters hat diesmal der indische Kaplan Anthony Anchuri die Reliquie in einer geschmückten Kutsche mitgeführt.

Auf dem weitläufigen Platz an der Kirche zelebrierte Pfarrer Bernhard Selinger dann eine feierliche Messe unter freiem Himmel zu Ehren des Schutzpatrons der Bauern, Tiere und Felder. Der 1818 geborene Bauernsohn Johann Birndorfer lebte später als Kapuzinermönch Konrad im Kloster Altötting, wo er über 40 Jahre an der Pforte tätig war. Heilig gesprochen wurde Bruder Konrad 1934 durch Papst Pius XI. In seiner Festpredigt am Sonntag ging Diakon Frank Bodesohn auf das bescheidene Leben dieses einfachen Menschen ein, das er mit christlicher Demut, Nächstenliebe und Barmherzigkeit führte. Im Anschluss an den Gottesdienst erfolgte der Segen der Pferde durch Pfarrer Selinger.

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