Kreis Südwestpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Bottenbach: Es wird wieder in die Hände gespuckt

In Bottenbach packen die Gemeinderatsmitglieder an.
In Bottenbach packen die Gemeinderatsmitglieder an.

Eigenleistung – ein Wort, das in Bottenbach häufiger zu hören ist, wenn es darum geht, dass miteinander geschafft wird. Anpacken heißt es bei der neuen Terrasse am Feuerwehreingang des Dorfgemeinschaftshauses, bei der möglichen Anschaffung einer Schaukel für den Platz an der Grillhütte. Und womöglich auch beim Abriss und Wiederaufbau des alten Wasserhauses.

Beim Eingang der Feuerwehr am Dorfgemeinschaftshaus stand lange eine Linde. Vor kurzem musste sie entfernt werden, weil sie krank war. Die jetzige kahle Stelle soll schon bald umgenutzt werden. Wie Bottenbachs Ortsbürgermeister Klaus Weber im Nachgang der Gemeinderatssitzung vom Montag am Dienstag im Gespräch mit der RHEINPFALZ berichtete, soll die etwa zwölf Quadratmeter große Fläche zu einer Terrasse umgebaut werden. Dafür habe sich der Rat ausgesprochen, so Weber. „Dann kann man die Fläche anders nutzen, etwa als Bühne beim Weihnachtsmarkt“, sagte er.

In Eigenleistung werden auch die Estrich- und Fließenschäden im Untergeschoss des Dorfgemeinschaftshauses repariert. Die Gemeindearbeiter werden dort die Risse mit Epoxid-Harz ausgießen und Ersatzfließen verlegen.

Wie Weber informierte, habe sich der Rat dagegen ausgesprochen, einen Förderantrag im Rahmen des Programms LAG Pfälzerwald Plus zu stellen, in dem Kleinstprojekte bezuschusst werden. Diskutiert wurde der Kauf einer Schaukel, die bei der Grillhütte aufgestellt werden sollte. „Eine Hälfte des Rates sprach sich dafür aus, die andere wollte lieber eine kleinere Schaukel“, sagte Weber.

Mit kleiner Schaukel Geld sparen

Er habe sich bei der Abstimmung, die 5:5 endete, enthalten. Das Thema Schaukel kommt auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung. Eine größere Schaukelkonstruktion würde 3600 Euro kosten und mit 2000 Euro gefördert, die Gemeinde würde 1600 Euro selbst bezahlen müssen. Eine kleinere Schaukel würde etwa 800 Euro kosten, die die Gemeinde alleine zahlen würde.

Ebenfalls auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung kommt das Wasserhaus in der Lambach (wir berichteten am Montag). Weber schlug vor, das Gebäude aus Sandstein am jetzigen Standort abzutragen und an der Grillhütte wieder aufzubauen. Bis zur nächsten Sitzung sollen sich die Ratsmitglieder mit dem Vorschlag beschäftigen und eigene Ideen einbringen.

Ferienfreizeit fast ausgebucht

Weber informierte den Rat, dass die von der Gemeinde angebotene Ferienfreizeit nahezu ausgebucht sei. Mehr als zehn auswärtige Kinder würden auf einer Warteliste stehen. „Das war Wahnsinn. Wir hatten das montags im Rat beschlossen, mittwochs stand es in der Zeitung und donnerstags im Amtsblatt, da waren 28 von 30 Plätzen belegt“, berichtete er am Dienstag. Die Anzahl der Plätze sei jetzt auf 40 erhöht worden, entsprechend sei ein Betreuer mehr erforderlich. Vorgesehen seien ein Hauptbetreuer, vier weitere Betreuer sowie ein Ersatzbetreuer. Drei Jugendliche würden im Mai die Juleica-Schulung bei der Kreisverwaltung besuchen.

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