Battweiler
Battweiler Dorfmittelpunkt: Wann die Toilettenanlage endlich erneuert werden kann
Seit es vor über einem Jahr einen Wasserschaden in dem Gebäude gegeben hat, muss bei allen größeren Veranstaltungen in und an der Halle ein Toilettenwagen aufgestellt werden. Diese Zusatzkosten möchte die Ortsgemeinde so schnell es geht vermeiden. Doch bisher musste abgewartet werden, wie die Versicherung über den Schaden entscheidet. Nun steht fest, dass 21.000 Euro für den entstandenen Schaden im Toilettenbereich gezahlt werden. Inzwischen hat die Gemeinde in Eigenleistung den aufgeweichten Putz und Boden entfernt. Dabei zeigte sich, dass auch das alte Leitungssystem entfernt werden muss. Zudem soll die Toilettenanlage dem Nutzungsbedarf des Komplexes angepasst werden, weshalb eine Generalsanierung notwendig ist. Dies sei eindeutig die wirtschaftlichere Lösung, sagte Ortsbürgermeister Stefan Hlava im Gemeinderat.
In der Sitzung legte Hlava nun einen Plan mit entsprechender Kostenermittlung vor. Demnach muss für die Erneuerung mit Baukosten in Höhe von rund 165.000 Euro gerechnet werden. Der marode Betonboden muss ersetzt werden, zudem müssen die gesamte Verrohrung, gerissene und abgenutzte Fliesen sowie die Sanitäreinrichtung ausgetauscht werden. Das gilt auch für die Elektroverkabelung, die Beleuchtung sowie die Türen.
Hoffen auf Förderzusagen des Landes
Für die Baumaßnahme möchte die Gemeinde ihren Zuschuss von 52.000 Euro aus dem Zukunftsprogramm des Landes verwenden. Der Ortsbürgermeister hofft auf eine Zusage des bereits eingereichten Antrags bis Dezember. Ebenfalls beantragt ist eine Förderung aus dem Investitionsstock in Höhe von 70.000 Euro. Darüber wird aber erst im Jahr 2026 entschieden. Den Restbetrag muss die Gemeinde finanzieren oder versuchen, über Eigenleistung noch Kosten einzusparen. Der Ortsbürgermeister wurde ermächtigt, bei Zusage der Mittel aus dem Zukunftsprogramm einen Bauantrag beim Landkreis einzureichen und möglichst die Erlaubnis für einen vorzeitigen Baubeginn zu erhalten. Schließlich sei es unzumutbar, noch weitere sechs bis acht Monate zu warten, ehe die Toiletten wieder genutzt werden können.
Bereits umgesetzt werden konnte die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der Konrad-Loschky-Halle. Die Gemeinde hatte fast schon nicht mehr damit gerechnet – zu lange hatte der Genehmigungs-, Planungs- und Finanzierungsweg gedauert, bis der Pachtvertrag mit den Verbandsgemeindewerken endlich wirksam werden konnte. Nun erzeugen Kollektoren auf rund 100 Quadratmetern Solarstrom. Ferner wurden in Eigenleistung 50 Quadratmeter Verbundpflaster vor der Nottreppe zum Keller des Dorfgemeinschaftshauses verlegt. Jetzt kann das Oberflächenwasser nicht mehr gegen das Gebäude laufen, so der Ortsbürgermeister. Außerdem sei nun möglich, auf dieser Fläche bei Festen Stände, einen Schankwagen und Stühle zu stellen.
Pläne für Kita-Erweiterung werden vorgelegt
Hlava kündigte an, dass in der nächsten Sitzung das Planungsbüro die Machbarkeitsstudie samt Kostenermittlung für die ebenfalls dringend notwendige Schaffung von zusätzlichen Kita-Plätzen vorlegen wird. Mögliche Optionen sind eine Erweiterung, ein Um- oder ein Neubau.