Kreis Südwestpfalz Baseballschläger und Messer einkassiert

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Als Erfolg verbucht die Bundespolizei ihre Aktion, am vergangenen Wochenende den Saarbrücker Hauptbahnhof zur Waffenverbotszone zu erklären. Seit Samstag, 15.30 Uhr, bis zum gestrigen Sonntag, 6 Uhr morgens, galt im ausgewiesenen Bereich ein striktes Mitführverbot nicht nur für alle Schuss- und Schreckschuss-, Hieb- Stoß- und Stichwaffen, sondern auch für jedwede Reizstoffsprühgeräte, Pyrotechnik und Messer aller Art.

Wer trotzdem mit Reizgas, Messern oder Ähnlichem ertappt wurde, musste mit einem Sofort-Zwangsgeld in Höhe von 250 Euro rechnen. Vom Verbot ausgenommen waren Polizisten, Zoll und Bundeswehr, Ordnungsdienst, Feuerwehr, Rettungs- und medizinische Versorgungsdienste sowie Gaststätten und Handwerker. Während der Laufzeit des Waffenverbots kontrollierte die Bundespolizei vor dem Saarbrücker Hauptbahnhof bis gestern Morgen 150 Personen. Von diesen wurden 23 genauer durchsucht. Dabei seien ein Baseballschläger, ein Einhand-Messer, ein Scheckkartenmesser, ein China-Böller, ein Laser-Pointer sowie ein Schraubenzieher und ein Cutter-Messer sichergestellt worden. Zwangsgelder seien nicht erhoben worden. Noch im September will Saar-Innenminister Klaus Bouillon (CDU) darüber entscheiden, ob in Saarbrücken dauerhafte Waffenverbotszonen eingerichtet werden sollen. Wie ein Sprecher der Bundespolizei gestern erläuterte, sollte die Aktion die Sicherheit der Bürger „aktiv erhöhen“. Man reagiere auf Ereignisse anderswo in Deutschland, aber auch in der Region, bei denen Waffen mitgeführt oder gar zum Einsatz kamen – vor allem Messer. Im Jahr 2018 hätten sich im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei im Saarland bislang 81 „polizeilich relevante Sachverhalte mit Waffenbezug“ ereignet.

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