Kröppen Bambini-Feuerwehr: 19 Knirpse lernen fürs Leben
19 Kinder zwischen sechs und zehn Jahren gehören der Kröpper Bambini-Feuerwehr an. Feuerwehr-Chef Volker Stöß erinnerte an die Feuerwehrgeschichte des Ortes und daran, dass 1976 bereits einmal eine Jugendfeuerwehr gegründet wurde. Deren Ende war nach drei Jahren gekommen. Im Jahr 2000 kam es zur Neugründung unter Markus Kurylo aus Vinningen. Er führte sie zwei Jahrzehnte erfolgreich bis zum 5. November 2021. Kurylos Nachfolge trat der Kröpper Philipp Wagner an, dessen Ehefrau Anna zur neuen Bambinifeuerwehrwartin gewählt wurde. Ihr zur Seite stehen als Stellvertreter Leonie Thiel und Louis Buchheit. „Anna, es reicht“, sagte Stöß vor geraumer Zeit, als man schrittweise auf die Zahl 18 bei der Bambiniwehr angekommen war. „Jetzt sind es 19 und mehr verkraftet das Feuerwehrgerätehaus nicht“, so Stöß weiter.
Vor einem Jahr waren Wehrangehörige aus der gesamten Verbandsgemeinde an die Ahr gefahren waren, um Menschenleben zu retten und zu helfen. Daran erinnerte Stöß und sagte: „Jedes Kind lernt bei der Feuerwehr für sein Leben.“ Stolz zeigte er sich, dass die Feuerwehr in der 720-Einwohner-Gemeinde Kröppen 49 Mitglieder zähle, 20 in der aktiven Wehr, zehn in der Jugendfeuerwehr und jetzt 19 in der Bambinifeuerwehr.
44 Kinder in drei Bambini-Wehren
Verbandsbürgermeister Klaus Weber hob hervor, dass die Gründung der Bambiniwehr eine tolle und wichtige Sache sei. Er lobte die Teamarbeit, die sich bislang unter Anna Wagner entfaltet hat. In den drei Bambiniwehren der Verbandsgemeinde seien 44 Kinder aktiv, in den sieben Jugendfeuerwehren seien es 69 Kinder und Jugendliche. Weber: „Die Kinder und Jugendlichen sind unsere Zukunft.“ Für die „Feuerwehrfüchse“, wie sich die neuen Bambini nennen, überreichte Weber eine Anschubfinanzierung.
Anna Wagner blickte auf die Entstehung der Bambini-Wehr zurück. Am 2. Juni 2021 habe es das erste Treffen mit den Eltern gegeben, am 14. Juli hätten die Kinder zum ersten Mal gemeinsam geübt. Sie listete noch viele weitere Aktivitäten auf, die danach folgten.
Politik soll für richtige Ausstattung sorgen
Ortsbürgermeister Steffen Schwarz ist beeindruckt: „Bombastisch ist das, was hier mit den 19 Kindern geschieht. Dies ist eine Megaleistung der Menschen, die bei den drei Wehren vorne weg gehen“, lobte Schwarz. Er wünschte viel Glück und richtete einen kleinen Appell an die Politik, zukunftsorientiert die drei Wehren auch mit dem richtigen Werkzeug auszustatten.