Hornbach RHEINPFALZ Plus Artikel Autos sollen langsamer fahren

Nach der Sanierung der B424 wird die Straße am Stadttor einspurig, die Spur rechts wird durch eine Mauer versperrt.
Nach der Sanierung der B424 wird die Straße am Stadttor einspurig, die Spur rechts wird durch eine Mauer versperrt.

Der obere Teil der Hornbacher Ortsdurchfahrt wird sich deutlich verändern. Mehr Parkverbote, eine neue Vorfahrtsregelung am Stadttor und Maßnahmen, damit die Autos langsamer fahren – daran werden sich die Hornbacher gewöhnen müssen.

Peter Szupiluk vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) erläuterte am Donnerstag dem Stadtrat die Planungen. Das Stadttor wird als erstes saniert, Start soll noch in diesem Jahr sein.

Die Sanierung der Bundesstraße soll dann an die neue Straßendecke rund um das Stadttor anschließen. Der Verkehr wird nach der Sanierung des Sandsteintores, wo eine Mauer ergänzt wird, nur noch durch das Tor selbst führen, das eine Durchfahrtsbreite von rund 3,20 Meter hat. Die bisherige Zweispurigkeit wird zurückgebaut. Derzeit kann man bergauf rechts am Tor vorbeifahren, nur der Verkehr Richtung Innenstadt fährt durch den Torbogen. Künftig hat der bergauf fahrende Verkehr Vorrang, weshalb bei der Sanierung der B424 auch die Situation oberhalb des Stadttors geändert wird.

Die Häuser dort stehen in Wellenform, „wir werden den Gehweg dort an diese bestehende Form anpassen“, erklärte Szupiluk. Dadurch entstehe oberhalb eine Art Wartebucht, die es ermöglicht, dass auch zwei Lastwagen aneinander vorbei fahren können. Die dort jetzt noch parkenden Autos könnten nach der Sanierung nicht mehr dort parken. „Wir werden an weiteren Stellen in Hornbach Parkverbote ausweisen müssen“, sagte der Beigeordnete Helmut Weiske dazu.

Doch noch ist das Zukunftsmusik. Bereits vor vier Jahren wurde im unteren Bereich Hornbachs der erste Bauabschnitt fertiggestellt, der rund 300 Meter lang ist. Nach der Stadttorsanierung, voraussichtlich 2023, beginnt dann der Bauabschnitt 2 mit rund 330 Metern Länge. Oberhalb der Linde an dem Abzweig nach Brenschelbach folgt der dritte Bauabschnitt mit 400 Metern Gesamtlänge. Die Gehwege will der LBM im unteren Bereich, ab Höhe Burgstraße, auf beiden Seiten unterschiedlich ausführen, einmal mit Verbundsteinpflaster, auf der Klosterseite jedoch mit Natursteinpflaster, weil dies bereits jetzt so ist. Am Rathaus wird die Fahrbahn verengt.

Die Linde am Abzweig nach Brenschelbach soll erhalten werden, doch sollen die Verkehrsinsel und auch der Verkehrsfluss geändert werden. „Dann kann man nicht mehr einfach durchrauschen“, sagte der Fachmann des LBM. Eine Art Knie soll für Verlangsamung der Abbieger aus Hornbach sorgen, allerdings werde die sogenannte Schleppkurve noch einmal überprüft. Die beschreibt den Radius, der für Busse, Lastwagen und landwirtschaftliche Fahrzeuge nötig, aber je nach Fahrzeugart unterschiedlich ist. Ab der Linde bis zum Hochbehälter an der unteren Einfahrt zum Neubaugebiet Mühlacker sollen links Parkbuchten mit Bäumen entstehen. Diese Gefällestrecke ab den Zollhäusern werde oft genutzt, um rollen zu lassen, erklärte Szupiluk.

Während der Diskussion kam der Wunsch auf, den Gehweg beim Ausbau nicht nur bis zur unteren Einfahrt ins Neubaugebiet Mühlacker auszubauen, sondern diesen bis zur zweiten Einfahrt weiterzuführen. Der Rat stimmte den Plänen des LBM einstimmig zu, ergänzt um diesen Punkt. Auf der gesamten Strecke werden zudem Leerrohre für künftige Glasfaserkabel verlegt. Diese gibt es auch schon im ersten Bauabschnitt, wie der Helmut Weiske erläuterte. Die Dauer der Arbeiten wird auf ein knappes Jahr geschätzt, wobei Peter Szupiluk klar machte, dass die Sanierung nur unter Vollsperrung funktionieren könne.

Die Auftragsvergabe für das Stadttor ist bis 30. Juni nötig, erklärte Bürgermeister Reiner Hohn. Dann laufe die Förderzusage des Landes aus.

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