Kreis Südwestpfalz Autos dürfen ab Montag drüber

Am Pfingstmontag soll die Fechinger Talbrücke für Autos und Lastwagen bis zu einem Gewicht von 3,5 Tonnen freigegeben werden.
Verkehrsministerin Anke Rehlinger habe angeordnet, die Vorbereitungen zur Wiedereröffnung der Fechinger Talbrücke zu treffen. Wie das saarländische Wirtschaftsministerium weiter mitteilte, seien alle Arbeiten an der Brücke bis Pfingstmontag abgeschlossen. Dazu gehöre die Einrichtung einer Mess- und Kontrollvorrichtung, die Lastwagen, die mehr auf die Waage bringen als die erlaubten 3,5 Tonnen von der Brücke fernhalten. Bis zur Wiedereröffnung sollen sich Statiker, Prüfer und der saarländische Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) ein Bild vom Fortgang der Arbeiten an der Fechinger Talbrücke machen. Eigentlich sollte die Freigabe der Fechinger Talbrücke für den einspurig geführten Autoverkehr auf der Autobahn 6 am ersten Werktag nach Pfingsten, 17. Mai, erfolgen. Mit der technischen Vorbereitung der Freigabe sind Fachleute und Behörden offensichtlich doch etwas schneller vorangekommen als erwartet. Wie berichtet, wird eine spezielle Messanlage an den Autobahnabfahrten St. Ingbert-West und Fechingen eingerichtet, die Gewicht und Größe von Fahrzeugen in Bewegung erfassen. Fahrzeuge mit einem tatsächlichen Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen dürfen die zunächst von Gewicht entlastete und statisch verstärkte Autobahnbrücke nicht passieren. Die Warnampeln und Schranken versperren den Brummis den Weg: Schwere Fahrzeuge werden über die eingerichteten Ausweichstrecken, über die Flughafenstraße, umgeleitet. Die mehr als 50 Jahre alte, denkmalgeschützte Fechinger Talbrücke ist dem 24. März gesperrt. Ihre zehn Stahlpfeiler galten bei bestimmten Belastungen als einsturzgefährdet. Die Sperrung der vielbefahrenen Autobahn 6 kurz vor Erreichen der Saarländischen Landeshauptstadt brachte den Verkehrsteilnehmern eine erhebliche Verlängerung der Fahrzeit. Auf den Umleitungsstrecken ereigneten sich zahlreiche Unfälle, viele mit Beteiligung von Lastwagen. Das führte zu erneuten Staus und Behinderungen, erschwerte die Anfahrt zum Flughafen ins Ensheim so sehr, dass sogar das Flughafenfest abgesagt wurde. Die Anwohner der vom teils extrem hohen Verkehrsaufkommen betroffenen Strecken litten unter Abgasen, Lärm und Unfallgefahren, einige Anlieger fürchteten um den Wert ihrer Häuser und Grundstücke. Die Stadt Saarbrücken und die Landesbehörden versuchten, der Lage mit Geschwindigkeitsreduzierung und Kontrollen Herr zu werden. Mit der Wiedereröffnung am Pfingstmontag soll die Belastung deutlich sinken. (wrt)