Bottenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Arbeitsgruppe übernimmt Standortsuche

symbolbild_bottenbach1

Die geplante Bottenbacher Freiflächen-Photovoltaikanlage könnte an einem anderen Standort gebaut werden, statt direkt westlich des Dorfes. Eine neugegründete Arbeitsgruppe für Erneuerbare Energien soll darüber mitdiskutieren.

Bürgermeister Klaus Weber spricht sich nicht grundsätzlich gegen eine Solarstromanlage aus, allerdings soll sie das Ortsbild nicht beeinträchtigen. „Für mich ist nicht das Hauptargument, ob es eine kleine oder große Anlage gibt“, sagte Weber am Freitagmorgen im RHEINPFALZ-Telefonat. Fest steht: Weber hält den Standort direkt westlich des Dorfes entlang der Landstraße nach Kleinsteinhausen für unrealistisch, eine Anlage dort würde das Ortsbild beeinträchtigen, den Ort beinahe „umzingeln“.

Problem: Die Energiegenossenschaft Prokon stellte bereits in einer vorangegangenen Ratssitzung klar, dass eine mögliche Solarstromanlage wirtschaftlich sein muss. Je nachdem, wo der Strom eingespeist wird, muss ein längeres Kabel hierfür verlegt werden. Sprich, die Anlage muss größer werden, damit sie sich rentiert. Für die Fläche westlich des Dorfes nannte Prokon eine Anlagengröße von bis zu 16 Hektar.

In Richtung Klamm verschieben

Nun soll über alternative Standorte für eine größere Freiflächenphotovoltaik diskutiert werden. Möglicherweise wird die große Anlage auch in zwei kleinere aufgeteilt. Ein potenzieller Ort: weiter westlich vom Dorf entfernt in Richtung Klamm.

Die Arbeitsgruppe für Erneuerbare Energien – Mitglieder sind Weber, Alexander Kölsch, Udo Weber und bei Bedarf die beiden Beigeordneten – soll dabei ein Wort mitzureden haben. Zudem seien weitere Energiegenossenschaften im Boot, die alternativ zu Prokon ebenfalls eine Anlage bauen könnten. Dass Prokon die Anlage baut, ist noch nicht beschlossen.

Im Gespräch mit Energiefirmen

Anders als bei der Windkraft hat die Gemeinde über den aufzustellenden Bebauungsplan das letzte Wort, was die Solarstromanlage angeht. Bei Windrädern sind im Flächennutzungsplan privilegierte Flächen ausgewiesen. Hier gilt laut Weber weiterhin das Ziel, keine Windkraftanlagen im Osterwald zu bauen. Auch zu weiteren Windrädern wird die neugegründete Arbeitsgruppe mit mehreren Energiefirmen in vertiefende Gespräche treten.

x