Herschberg
Arbeiten an Kanal- und Wassernetz: Von Ostern bis Oktober zeitweise Sperrungen
Gesperrt ist dann auch der Abschnitt, der als K18 Saalstadt mit Herschberg verbindet. Von Saalstadt aus wird Herschberg geraume Zeit nicht anfahrbar sein. Die Umleitung wird über das Wallhalbtal ausgeschildert. „Die Straße wird nicht über die ganzen beantragten Monate voll gesperrt“, verdeutlicht Werkleiter Joachim Becker. Einige Wochen seien aber einzukalkulieren.
Der Wasserzweckverband Sickingerhöhe-Wallhalbtal hatte im Februar den nächsten Abschnitt zur Erneuerung des maroden Wasserleitungssystems in Herschberg vergeben. Der Werkausschuss der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben folgte mit der Vergabe weiterer Kanalbauarbeiten.
Sperrung der Kreisstraße nicht zu terminieren
Muss voll gesperrt werden, sei das in Herschberg in der Regel relativ gut zu handhaben, sagt Becker, denn „es gibt hier gute innerörtliche Umleitungsmöglichkeiten“. Aber die Arbeiten finden auch in einem Teil der Hauptstraße in Richtung Saalstadt statt, so dass die K18 gesperrt werden muss. Wann genau das sein wird, sei noch nicht klar, hatte Bürgermeister Andreas Schneider den Rat informiert. Das bestätigte Becker. Es hänge von den Arbeitsfortschritten ab.
Die Baustelleneinweisung ist bereits erfolgt. Macht das Wetter keinen Strich durch die Rechnung, beginnen die Arbeiten nach Ostern. Der Wasserleitungsbau beginnt in der Straße Am Wasserturm, die voll gesperrt wird. Rücken die Arbeiten dann in die Hauptstraße, muss die Zufahrt von Saalstadt kommend gesperrt werden.
Bei Arbeiten Synergieeffekte nutzen
Die Arbeiten an der Wasserleitung kosten 524.000 Euro. Die Firma Müller aus Enkenbach-Alsenborn baut. Die Kanalsanierung betrifft den Abschnitt zwischen den Einmündungen Bergstraße und der Thaleischweilerer Straße. Rund 160 Meter Kanal sind davon betroffen. Den Auftrag erhielt die Firma Horn aus Kaiserslautern. Kosten: 389.000 Euro.
Die Arbeiten wurden in diesem Abschnitt bewusst so vergeben, „dass wir Synergieeffekte bei den Wasserleitungs- und Kanalarbeiten bekommen, die Gräben für beides genutzt werden können, um die Zeit der Vollsperrung so kurz wie möglich zu halten“, erläutert Becker.
Rat pochte auf frühzeitige Ankündigungen
Rechtzeitig ankündigen, wann wirklich gesperrt wird, die Umleitungen sehr exakt ausweisen, das sei wichtig, unterstrichen Herschberger Ratsmitglieder. Es müsse unbedingt vermieden werden, dass zum Beispiel Kunden und Patienten, die Termine in Herschberg haben und an der Abzweigung in Saalstadt stehen, anrufen und sagen, dass sie nicht weiterkommen, wurde ein Szenario skizziert, das zu vermeiden sei.
Die Arbeiten sind Teil der umfassenden Sanierung des Wasserleitungs- und Kanalnetzes in der K18 und K19. Sie erfolgen zugleich als Vorarbeiten für die vom Landesbetrieb Mobilität in Aussicht gestellte Sanierung der beiden maroden Kreisstraßen in Herschberg.
Arbeiten nicht ohne Sperrung machbar
In den vorherigen Bauabschnitten waren die Ver- und Entsorgungseinrichtungen in der Thaleischweiler Straße erneuert worden. Zudem wurden alle Kanalabschnitte, die mittels Inliner-Verfahren zu sanieren waren, erneuert.
Nun funktioniert die weitere Sanierung nicht mehr ohne Aufgraben der Straße und zeitweilige Vollsperrungen. Zum einen, „weil gesetzlich vorgeschrieben ist, das zwischen Fahrbahnrand und Baustelle drei Meter Platz sein müssen, und das bekommen wir ohne Vollsperrung nicht hin“, erläutert Becker. Zudem weise das Herschberger Versorgungsnetz einige Besonderheiten auf. Wasserleitungen liegen teilweise in privaten Grundstücken, verdeutlicht Andreas Schneider. Das wird jetzt geändert. Die Wasserleitung wird nun ganz neu in den öffentlichen Straßenbereich verlegt.