Waldfischbach-Burgalben RHEINPFALZ Plus Artikel Amtswechsel in Rot bei den Narren

Amtswechsel vollzogen: Laura I., die Ex-Prinzessin des Karnevalverein Waldfischbach, begrüßt Jennifer I. im Amt, der Hofdame Jul
Amtswechsel vollzogen: Laura I., die Ex-Prinzessin des Karnevalverein Waldfischbach, begrüßt Jennifer I. im Amt, der Hofdame Julia noch die Krone richtet (von links).

„Es Laura hat doch nie was gess’“, erzählte Kai Schwiweck, Präsident des Karnevalverein Waldfischbach (KVW). Laura I. ist seit Samstag die ehemalige Prinzessin des KVW. Die neue Prinzessin, Jennifer I., liebt aber Mett- und Lachsbrötchen, und weiß sehr gut, dass eine gute Grundlage hilft, lange Nächte zu meistern.

Amtswechsel in Rot: Am Samstag übergab die rot gekleidete Laura I. den Mantel der Liebe, die Krone der Schönheit und das Zepter der Macht an ihre rot gekleidete Nachfolgerin Jennifer I. Dass sie das nach zwei Jahren Amtszeit tat, und nicht wie üblich nach einem Jahr, zeigte, wie schwierig die Situation auch für die Narren zuletzt war. „Wir danken Laura für die Kampagne 2019/20 und die Corona-Kampagne 2020/21“, sagte Schiweck. Der Rückblick in Bildern auf Lauras Regentschaft machte sehr deutlich, was im Corona-Jahr so alles gefehlt hatte.

Tipps und Tricks auch von der Hofdame

Die Höhepunkte ihrer Amtszeit hatte sie im ersten Jahr erleben dürfen und sagte dankbar zurückblickend: schön war es. Traditionell wurde sie mit dem Rosenspalier von ihren bisherigen Untertanen verabschiedet. Da blieben nur wenige Augen trocken. Aber Abschied bedeutet auch immer Neuanfang und der heißt Jennifer I. Die sich wohl auch auf eine erste Session einstellen darf, in der Corona den Terminplan stark mitbestimmen wird. Viel Unterstützung wird sie in dieser Zeit nicht nur von Präsident Kai und Mama Sylvia erfahren, sondern auch von Hofdame Julia (Flood). Dass diese weiß, wie man mit schwierigen Situationen umgeht, bewies sie schon vor dem Einzug der neuen KVW-Tollität. Haarspray auf die Schuhsohle sprühen verhindert unfreiwillige Rutschpartien in neuen Schuhen mit hohen Absätzen.

Walkie-Talkies für die Hoheiten

Der Einzug klappte, die Krönung funktionierte. Stolz wurden die pinkfarbenen Funkgeräte präsentiert, mit denen während der Veranstaltungen künftig kommuniziert wird. Sollten Funkerfreunde öfter mal die Code-Worte Großer Spatz und kleiner Adler im Äther auffangen, handelt es sich um Adlerin Jennifer und Spätzin Julia. Beim Rathaussturm könnten die Walkie-Talkies wichtig werden.

Ortsbürgermeister Michael Oestreicher, der am 1. Januar, wenn alles plangemäß läuft, Kasse und Macht an Jennifer I. abgeben muss, warb im Vorfeld schon mal um ein friedliches Miteinander und hatte Geschenke für die neue närrische Prinzessin und ihre Entourage dabei: eine Riesenflasche Maggi. Wer glaubt, die reicht sehr lange, irrt. „Bis zum Rathaussturm ist die alle“, verriet Präsident Schiweck, zugleich Papa der Prinzessin und mit dem Maggi-Konsum des Nachwuchses bestens vertraut.

Herausforderungen im Vorfeld

Was ihre Untertanen sonst noch erwarten dürfen, erzählte das frisch gekrönte Oberhaupt, „das junge Määd aus Rieschwilla“, wie sie sich vorstellte. „In der Corona-Zeit war es schon schwer: Wo bekomme ich Kleid und Krone her?“, zeigte sie auf, mit welchen Herausforderungen schon im Vorfeld gekämpft werden musste. Spaß haben, tanzen und auch lachen, schrieb sie sich und dem Narrenvolk für die Session ins Aufgabenbuch. „Ich will euch lachen sehen, ich guck genau, ab jetzt hab ich die Macht“, sagte sie und bekräftigte es mit einem dreifachen „Walau“.

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