Thaleischweiler-Wallhalben
Am Mittwochabend geht es um Millionen
Ausschließlich um Feuerwehr-Belange, um Investitionen in Millionen-Höhe, geht es in der Sitzung des Verbandsgemeinderates Thaleischweiler-Wallhalben (19 Uhr, Bürgerhalle Herschberg). Nach dem neuen Feuerwehrkonzept und dem Bedarfsplan stehen in den kommenden Jahren etliche Ersatzbeschaffungen im Fahrzeugbereich an.
Eine Voraussetzung dafür wurde bereits vor zwei Wochen in der Ratssitzung gelegt, als die Themen schon einmal auf der Agenda standen, aber fast komplett vertagt wurden, weil die Fraktionen noch Informationsbedarf angemeldet hatten und intern diskutieren wollten.
Die Informationen, die der für den Brand- und Katastrophenschutz zuständige Beigeordnete Heino Schuck (SPD) in der vergangenen Sitzung geben wollte – das war im Fall der Investitionen in die Immobilien von Ratsseite nicht gewünscht –, seien im Vorfeld zur heutigen Sitzung nun gegeben worden. Über die Fahrzeuge, die nach dem Feuerwehrkonzept zu beschaffen sind, war bereits gesprochen worden. Der Verbandsgemeinderat hatte hier für alle Fahrzeuge grundsätzlich zugestimmt, dass die entsprechenden Zuschussanträge gestellt werden.
„Jetzt geht es konkret um die Anschaffungen und da gab es noch Detailfragen“, sagt Schuck. Es sind Fragen, die unter anderem aus Erfahrungen aus der Ahrtal-Katastrophe resultieren. Zum Beispiel die Frage nach der Geländetauglichkeit von Fahrzeugen, nennt er ein Beispiel. 1,1 Millionen Euro Investition sind wie berichtet für neue Feuerwehrfahrzeuge eingeplant. Allein 300.000 Euro für das neue in Weselberg zu stationierende Hilfslöschfahrzeug, das unter anderem mit Blick auf den Einsatzort angrenzende Autobahn wichtig ist.
Zwei große Investitionen hat die Verbandsgemeinde in den vergangenen Monaten im Feuerwehr-Immobilienbereich auf den Weg gebracht: den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Rieschweiler-Mühlbach und die grundlegende Sanierung des Feuerwehrgerätehauses in Wallhalben. Das nächste Großprojekt wird Thema ein: der Neubau des Feuerwehrgerätehauses Maßweiler. Rund eine Million Euro wird es nach derzeitigen Schätzungen kosten, sagt Schuck. Es ist von den zu besprechenden Investitionen die größte: Unter anderem geht es noch um Garagen oder weitere Stellplätze an weiteren Feuerwehrgerätehäusern.
Auch die Sirenen beschäftigen den Rat. Die Verbandsgemeinde hatte als erste Verbandsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz begonnen, ihr Sirenennetz zu modernisieren und auszubauen. Aber man sei da noch nicht am Ende, sagt Schuck. Es soll deshalb der Antrag auf Fördergelder gestellt werden – der Bund hat ein 88-Millionen-Euro-Förderprogramm aufgelegt. Um das tun zu können, „benötigen wir ein Schallgutachten für die Sirenen. Das wird uns zeigen, wo noch Sirenen zu ersetzen sind, wo möglicherweise zusätzliche Sirenen zu installieren sind, damit wir auch alle Bereiche, die schalltechnisch ausgeleuchtet werden müssen, ausleuchten können“, sagt Schuck.
Die Sparkasse Südwestpfalz möchte den Katastrophenschutz unterstützen und plant, ein Schlauchboot (mit Paddeln, kein Außenbordmotor) zu spenden, das auf dem Schwarzbach zum Einsatz kommen könnte. Darüber wird ebenso gesprochen wie über die Frage, wie der Brandschutz im Ausrückebereich Petersberg/Höheischweiler/Höhfröschen sichergestellt ist, beziehungsweise sichergestellt wird – vor dem Hintergrund, dass es hier erhebliche Erweiterungen und Neubauten von Industrieanlagen gibt.