Herschberg RHEINPFALZ Plus Artikel 65 Jahre lang einander verbunden

Elisabeth und Siegfried Berger sind 65 Jahre verheiratet.
Elisabeth und Siegfried Berger sind 65 Jahre verheiratet.

Eiserne Hochzeit können heute Elisabeth und Siegfried Berger in der Hauptstraße 69 in Herschberg feiern. Die beiden 88-Jährigen wurden vor 65 Jahren von Pfarrer Schwinn in der protestantischen Pfarrkirche der Sickingerhöhgemeinde getraut. „Über alles offen miteinander reden und viel gemeinsam unternehmen“, nennen sie als wichtigste Gründe für eine jahrzehntelange Harmonie.

Elisabeth Berger, seit ihrer Kindheit nur Liesel genannt, ist in Herschberg mit einer Schwester und zwei Brüdern aufgewachsen und musste den Schmerz der Familie erleben, als beide Söhne im Krieg als vermisst gemeldet wurden. Fast 50 Jahre war sie in der Schuhindustrie beschäftigt, anfangs in Herschberg, später dann in Pirmasens.

Die Wiege von Siegfried Berger stand in der polnischen Stadt Lódz, wo er nach der Schulzeit in der Textilindustrie zunächst den Beruf eines Webers erlernt hat. Auch nach so vielen Jahren kann er sich heute noch problemlos in Polnisch unterhalten. Im Zuge der Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung wurde die ganze Familie 1950 ausgesiedelt und fand eine Bleibe in der damals noch selbstständigen Gemeinde Harsberg. Für den 18-jährigen Siegfried fand sich jedoch hier keine Arbeit im erlernten Beruf. Kurzerhand nahm er eine Beschäftigung im Tiefbau an und sollte es nicht bereuen, bekam er doch dadurch die Gelegenheit einer Ausbildung zum Sprengmeister. In dieser Position war er vor seinem Ruhestand lange Zeit bei der Firma Wolf & Sofsky in Zweibrücken tätig.

Gemeinsames Hobby Wandern

Ein gemeinsames Hobby der beiden Jubilare war früher das Wandern mit der Herschberger Ortsgruppe des Pfälzerwald-Vereins, bei der Siegfried Berger zeitweise auch zweiter Vorsitzender war. Viele schöne Touren in der Pfalz und ganz Deutschland sind ihnen in Erinnerung und „eine ganze Menge Kuchen, die ich für die Vereins- und Dorffeste gebacken habe“, ergänzt Liesel Berger, denn beim Helfen waren die beiden immer zur Stelle. Zur Eisernen Hochzeit gratulieren ein Sohn und eine Enkelin.

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