Kreis Südwestpfalz 150 000 Euro Schaden auf dem Wahlbacherhof

In der Scheune befanden sich laut Polizei Getreide, Stroh und landwirtschaftliche Maschinen.
In der Scheune befanden sich laut Polizei Getreide, Stroh und landwirtschaftliche Maschinen.

Ein Brand hat in der Nacht zum Freitag eine Scheune auf dem zu Contwig gehörenden Wahlbacherhof zerstört. Dabei wurde eine Person schwer verletzt. Die Scheune brannte komplett aus. Polizei und Feuerwehr schätzen den Schaden auf rund 150 000 Euro.

Das Feuer brach kurz nach Mitternacht auf dem Aussiedlerhof aus. Die Feuerwehr wurde um 0.31 Uhr alarmiert und rückte mit den Löscheinheiten Contwig, Dellfeld, Hornbach, Großsteinhausen, Bechhofen und Käshofen mit insgesamt 74 Feuerwehrleuten und 15 Fahrzeugen an. Als die Wehren eintrafen, stand der Dachstuhl der Scheune komplett in Flammen. Eine Stunde später hatten die Wehrleute den Brand unter Kontrolle. Sie konnten die Flammen jedoch nur von außen bekämpfen − weil die Gefahr bestand, dass die Scheune einstürzen könnte. „Durch massiven Kräfteeinsatz“ sei es gelungen, das angrenzende Wohngebäude vor den Flammen zu bewahren, teilte Wehrleiter Markus Schmidt mit. „Die umfangreichen Nachlöscharbeiten zogen sich dann bis in die Morgenstunden“, ergänzte der Chef der Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land gestern Morgen. Die Löscheinheit Dellfeld kontrollierte gestern noch regelmäßig die Brandstelle. Die Polizeidirektion Pirmasens vermutet Schweiß-Arbeiten an einem Auto, das in der Scheune stand, als Brandursache. Funkenflug könnte den Brand ausgelöst haben, teilte die Polizei gestern Mittag mit. Das deckt sich mit dem, was Landwirt Manfred Nafziger vom Wahlbacherhof sagt. Auf Nachfrage der RHEINPFALZ berichtete er gestern, dass ein Hofmitarbeiter an seinem Auto in der Scheune gearbeitet habe, als der Brand ausbrach. Als die ersten Feuerwehrfahrzeuge ankamen, sei der 58-Jährige noch da gewesen, plötzlich aber nicht mehr. „Wir haben ihn überall gesucht, auch mit Hunden. Aber er ist wohl im Schock nach Hause gelaufen“, mehrere Kilometer weit. „Daheim haben wir seine Kinder angerufen, die ihn dann fanden. Unser Mitarbeiter ist mit schweren Brandverletzungen in die BG-Unfallklinik nach Ludwigshafen gebracht worden. Wir wissen noch nicht, wie es ihm geht“, sagte Manfred Nafziger gestern. Zunächst wussten auch Marlene Herzog und Marc Grawitschky, die seit 2014 Mitbetreiber des Wahlbacherhofes sind und dort eine so genannte Solidarischen Landwirtschaft betreiben, nichts von dem Brand. „Die sind in Holland in Urlaub, und wir haben sie noch nicht erreicht“, sagte Manfred Nafziger, als die RHEINPFALZ gestern mit ihm sprach. In der Scheune, die nun polizeilich versiegelt ist, lagerte neben Stroh auch Getreide. Laut Nafziger handelte es sich allerdings nur um kleinere Mengen. Auch die Getreide-Reinigungsanlage des Hofes, die in der Scheune stand, verbrannte. Neben dem eigenen Getreide wurde auf dem Hof auch das Getreide anderer Bauern gereinigt. Versicherung und Gutachter müssen nun die abgebrannte Scheune untersuchen.

Im Tageslicht zeigte sich das Ausmaß des Brandes.
Im Tageslicht zeigte sich das Ausmaß des Brandes.
Die Feuerwehr konnte die Flammen nur von außen bekämpfen ? die Scheune drohte einzustürzen.
Die Feuerwehr konnte die Flammen nur von außen bekämpfen ? die Scheune drohte einzustürzen.
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