Bottenbach RHEINPFALZ Plus Artikel 13 Windräder sind genug

Bottenbach spricht sich gegen die drei in Kröppen geplanten Windräder aus. Der Grund: Die 13 Anlagen rund ums Dorf sind genug.
Bottenbach spricht sich gegen die drei in Kröppen geplanten Windräder aus. Der Grund: Die 13 Anlagen rund ums Dorf sind genug.

Der Bottenbacher Gemeinderat hat sich am Donnerstagabend einstimmig gegen die drei von Kröppen geplanten Windkraftanlagen ausgesprochen. Wie Bürgermeister Klaus Weber betont, ist die Entscheidung nicht als generelle Abneigung gegen Windkraft zu verstehen, die vorhandenen 13 Anlagen seien aber ausreichend.

„Ich war schon da hinten im Ort, da ist es wirklich laut“, so Weber vorm Gemeinderat am Donnerstagabend. Er habe zahlreiche Briefe und Mails von Leuten aus dem Dorf bekommen, die durch den Lärm der Windräder besonders geplagt sind. Eine Schreiberin, so der Bürgermeister, höre die Anlage sogar durchs geschlossene Fenster, nachts seien die Windräder zudem lauter, weil sie dann unter Volllast laufen. Die drei vom Nachbarort Kröppen geplanten Windräder würden die Lärmbelastung im Ort nun noch mal verschlimmern. Der Grund: Sie liegen genau zwischen zwei bereits vorhandenen Windparks, sind also eine Art Lückenschluss – zum Lärm-Nachteil Bottenbachs. „Wir bekommen dann die volle Breitseite vom Lärm ab“, so Weber.

Die Entscheidung, ob die drei Windkraftanlagen tatsächlich gebaut werden, treffe die Verbandsgemeinde. Die umliegenden Gemeinden – zu denen gehört Bottenbach – könnten nur ihre Meinung zum Bauvorhaben kundtun, diese werde in der Abstimmung berücksichtigt. Schweix hat sich bereits gegen die Windräder ausgesprochen.

Ratssplitter

Grill auf Dorfplatz. Der Förderverein der Feuerwehr baut auf dem Bottenbacher Dorfplatz einen gemauerten Grill mit Holzbackofen auf. Das berichtete Bürgermeister Klaus Weber. Der Grill, so Weber, soll bei sämtlichen Festen inklusive Weihnachtsmarkt angefeuert werden.

Spende für Ort. Ehrenbürger Kurt Rücker spendet dem Dorf einen Geldbetrag über 10.000 Euro. Das berichtet Bürgermeister Klaus Weber. Mit dem Geld sollen verschiedene Maßnahmen im Ort umgesetzt werden, unter anderem am Spielplatz, auf dem Friedhof sowie in der Jugend- und Seniorenarbeit.

Naturdenkmal. Die Dicke Eiche im Bottenbacher Osterwald soll als Naturdenkmal gewidmet werden. Der Baum hat einen Umfang von rund acht Metern. Viel „Tamtam“ will Klaus Weber an der Dicken Eiche nicht machen. „Ich weiß, dass die Jäger schon jetzt nicht so glücklich sind, dass da noch mehr ist“, räumt er ein. Geplant ist, dass der Zugang zur Dicken Eiche mit einem Findling abgesperrt wird, sodass keine Autos mehr dorthin fahren können. Zusätzlich soll der Stamm des Baumes vom Gestrüpp befreit werden und an der Vorderseite mit einem kleinen Zaun beschränkt werden. An dem Zaun soll dann noch das Schild mit Hinweis auf das Naturdenkmal angebracht werden.

Neuer Traktor. Die Gemeinde wird einen neuen Gemeindetraktor kaufen. Dem stimmte der Rat zu. Das Gefährt der Marke Iseki, Modell TM 32, kostet rund 28.000 Euro. „Der ist wie ein großer Schlepper, nur eben im Kleinformat“, so Klaus Weber. Bottenbach suche schon lange nach einem geeigneten Kommunal-Traktor. Der Traktor soll für die kommenden 15 bis 20 Jahre den kommunalen Radlader entlasten, jedoch nicht ersetzen, wie Weber betont.

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