Contwig Öffnet die Kita im kommenden Jahr?

Die Contwiger Kita ist noch immer im Rathaus untergebracht.
Die Contwiger Kita ist noch immer im Rathaus untergebracht.

Die schier unendliche Geschichte um die Contwiger Kindertagesstätte könnte bald enden. Contwigs Ortsbürgermeisterin Nadine Brinette hofft auf eine Eröffnung Ende 2025. Vor Gericht wird indes noch immer verhandelt.

Der Rückbau im Inneren der Kindertagesstätte (Kita) in der Maßweilerstraße ist fertig, aktuell wartet Brinette auf die Dachdeckerfirma. Diese soll zementgebundene Platten liefern, die die bisherigen OSB-Platten ersetzen. „Die OSB-Platten sind anfällig für Feuchtigkeit, die Zementplatten nicht. Deshalb haben wir uns im Bauausschuss für diese entschieden − auch wenn sie etwas teurer sind“, erläutert die Ortsbürgermeisterin. Spielt das Wetter mit, könnte noch in diesem Jahr am Dach gearbeitet werden.

Eigentlich sollte der Kita-Neubau bereits 2020 in Betrieb gehen. Es wurde der gleiche Bauplan wie in Stambach verwendet, damit der Bau schnell und reibungslos über die Bühne geht. Noch während der Bauphase schimmelte es im Gebäude – das war noch zu Zeiten von Brinettes Amtsvorgänger Karlheinz Bärmann. Es folgte ein Baustopp. Da zu diesem Zeitpunkt bereits Kinder für die neue Kindertagesstätte angemeldet und schon Plätze zugesichert worden waren, musste eine Lösung her. Kurzerhand wurde das Rathaus in der Ortsmitte zur Kita umfunktioniert. Die bestellten Möbel wurden darin aufgebaut.

Rathausumbau in der Schadenssumme einberechnet

Im Rathaus war es allerdings nicht damit getan, die Kita-Möbel aufzustellen und einige Wände zu streichen. Es mussten ein zweiter Fluchtweg sichergestellt und die Treppe kindersicher gemacht werden. Beide Maßnahmen waren nicht günstig. Außerdem musste die Bücherei ihre Zimmer räumen. Alles Kosten, die nicht entstanden wären, wäre der Bau der Kita reibungslos über die Bühne gegangen. Der Rathausumbau, die Verzögerungen im Betrieb, die Umzüge sind in der Schadenssumme mit einberechnet. Gleichzeitig steigen die Baukosten der Kita. Brinette rechnet mit 20 bis 25 Prozent mehr. Wie hoch die Zusatzkosten an der Kita-Baustelle tatsächlich ausfallen, ist noch nicht geklärt. Ebenso offen: Wer muss den zusätzlichen Batzen Geld bezahlen?

Brinette: „Die Gemeinde trifft keine Schuld“

In einem Gutachten sind laut Brinette verschiedene mögliche Schuldige aufgeführt, noch liegt das Verfahren bei Gericht. „Die Gemeinde trifft keine Schuld“, betont Brinette.

Sie hofft, dass die Kita Ende 2025, spätestens Anfang 2026 in Betrieb geht. Fest steht schon jetzt: Die erste Generation Kinder, die in der Maßweilerstraße hätte unterkommen sollen, wird dort niemals die Kita besuchen. Dafür sind die Kinder mittlerweile zu alt, sie gehen bald in die Grundschule.

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