Kreis Südliche Weinstraße Zweiten Fluchtweg eröffnen

Zunächst stellten die Vertreter des Landauer Architekturbüros „LampeVier“ am Dienstagabend im Foyer der Bornheimer Sporthalle das umfangreiche, über zwei Jahre dauernde Sanierungsprogramm vor. Es beinhaltet für das im Jahr 1912 erbaute Gebäude die Erneuerung der Heizungs- und Lüftungsanlage, die Innensanierung und die Verbesserung des Brandschutzes. Aufgrund des speziellen Außenmauerwerkes gibt es wegen der Außendämmung noch offene Fragen zu klären. Im ersten, einstimmig beschlossenen Sanierungsabschnitt geht es um die Verbesserung des Brandschutzes , wobei das Eröffnen eines zweiten Fluchtwegs im Mittelpunkt steht. Im zweiten Sanierungsabschnitt steht die Erneuerung der Heizungs- und Lüftungsanlage auf dem Programm, die künftig Energiekosten einsparen soll. In seinem Jahresbilanz für das vergangene Jahr informierte Verbandsgemeinde-Wehrleiter Josef Ziegler über die Arbeit der vier Ortsfeuerwehren. Zusammen kümmern sich zurzeit 157 Männer und Frauen um den Brandschutz. In Offenbach sind es 60, in Essingen 34, in Hochstadt 39 und in Bornheim 24 Personen, die sich in den Dienst der Allgemeinheit stellen. In der Jugendfeuerwehr werden zurzeit 51 junge Leute ausgebildet. In Offenbach sind dies 20, in Essingen 15, in Hochstadt 2 und in Bornheim 14 Nachwuchskräfte. 2014 mussten die Wehren insgesamt 58-mal ausrücken. Es gab 22 Brände, 22 technische Hilfseinsätze und 14 sonstige Einsätze. In diesem Zusammenhang zeigte sich Wehrleiter Ziegler erfreut darüber, dass man beim Fuhrpark Jahr für Jahr immer mehr aus dem „Museumsimage“ herauskomme. Sein abschließender Dank galt deshalb dem Verbandsgemeinderat, der immer für die Feuerwehren ein offenes Ohr habe. Ein weiterer Beweis für das Entgegenkommen des Verbandsgemeinderates in Sachen Feuerwehr war der einstimmige Beschluss zum Kauf eines neuen Löschfahrzeuges für die Feuerwehr Essingen. In der Ausschreibung zum Kauf eines Tragkraftspritzenfahrzeuges-Wasser (TSF-W) wurden acht Firmen zur Angebotsabgabe aufgefordert. Zwei Angebote gingen ein. Ein Angebot musste ausgeschlossen werden, weil es die Mindestanforderungen an das ausgeschriebene Fahrzeug nicht erfüllte. Günstigste Bieterin war die Firma Brandschutztechnik Görlitz GmbH aus Görlitz mit einer Angebotssumme von 128.931 Euro, die auch einstimmig den Zuschlag erhielt. Das ehemalige Bahngelände im Bereich des „Böhlweges“ in Offenbach ist im Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde als Weißfläche dargestellt, was bedeutet, dass hier keine konkrete Nutzung festgelegt wurde. Da zwischenzeitlich Firmen und Privatpersonen Interesse an dieser Fläche bekundet haben, beschloss der Ortsgemeinderat Offenbach, dieses Areal als „Gewerbliche Baufläche“ auszuweisen. Außerdem beantragt der Ortsgemeinderat Offenbach die Änderung des Flächennutzungsplanes seitens des Verbandsgemeinderat. Bei einer Nein-Stimme beschloss der Verbandsgemeinderat mehrheitlich die siebte Änderung des Flächennutzungsplanes für den Bereich des ehemaligen Bahngeländes. (tr)