Bad Bergzabern
Zwei Neue als Nachfolger von Pfarrer Bernd Höckelsberger
Begrüßt wurden die beiden Neuen mit einem Festgottesdienst in der St. Martinskirche. Pfarrer Schindler, der als Administrator mit allen Rechten und Pflichten eines leitenden Pfarrers ausgestattet ist, wird nun innerhalb von zwei Wochen in jeder der neun Gemeinden die Heilige Messe feiern, um die Gemeindemitglieder kennenzulernen. Im Pfarrhaus wird er vorerst nicht zu erreichen sein. Denn das muss erst renoviert werden. „Die Wasserleitungen von 1890 müssen ausgetauscht werden“, bemerkte er mit einem Schmunzeln. Ihm zur Seite steht Pfarrer Meigel, der mit einer halben Stelle auch die vakante Stelle des Klinikseelsorgers der Biomed und Edith-Stein-Klinik übernehmen wird. Mit der anderen Hälfte seiner Stelle wird er in der Pfarrei tätig sein. Er freue sich, nach sieben Jahren als Klinikseelsorger in Klingenmünster und Speyer auch wieder auf ein Gemeindeleben, sagte er.
Dominik Schindler, Jahrgang 1986, wurde in Homburg geboren. Nach dem Abitur studierte er in Saarbrücken katholische Theologie und Germanistik, um Lehrer zu werden. Nach dem Staatsexamen führte ihn sein Weg an die Ludwig-Maximilians-Universität München zum Theologiestudium. In seiner Promotion befasste er sich mit der Speyerer Amtszeit des Bischofs Michael von Faulhaber (1911-1917). Schindlers Diakonenweihe war in seiner Heimatkirche Maria vom Frieden in Homburg-Erbach. 2017 folgte die Priesterweihe, danach war er Kaplan in der Pfarrei Hl. Martin in Kaiserslautern und Mariä Himmelfahrt in Landau. Im September wurde er zum Kooperator mit dem Titel Pfarrer ernannt. Er interessiert sich für Literatur, Kunst und Musik.
Vom Krankenpfleger zum Klinikseelsorger
Hans Meigel, Jahrgang 1965, stammt aus Busenberg. Zwölf Jahre lang war er Krankenpfleger im Krankenhaus, in der Pflegedienstleitung und in der Arbeit mit Menschen, die an Multipler Sklerose leiden. „Das war eine ganz wichtige Phase in meinem Leben, da Gott mir dabei gezeigt hat, dass er mit mir noch etwas ganz anderes vorhat.“ Als „Spätberufener“ absolvierte er Studium und pastorale Ausbildung und wurde 2000 zum Priester geweiht. Ab 2003 war er leitender Pfarrer in der Pfarreiengemeinschaft Eschbach. 2016 absolvierte er in Heidelberg die Ausbildung zum Klinikseelsorger und gehörte ab dann zum Seelsorgeteam am Pfalzklinikum, war die letzten beiden Jahre gleichzeitig auch am St. Vincentius-Krankenhaus in Speyer eingesetzt.
Die beiden treten die Nachfolge von Pfarrer Bernd Höckelsberger an, der nun in Deidesheim als Seelsorger tätig ist. Geboren wurde Höckelsberger 1957 in Bad Dürkheim. Nach einem Jurastudium schlug er den Weg zum Priester ein. Nach der Priesterweihe 1993 und Kaplanstellen in Landau und Zweibrücken wurde er Pfarrer und Administrator in Ludwigshafen. 2001 kam er als Nachfolger von Pfarrer Helmut Kuntz in die Gemeinden Bad Bergzabern und Pleisweiler, später kam Birkenhördt dazu, bis er schließlich 2016 neben den Gemeinden der Südlichen Weinstraße auch die des Viehstrichs übernahm.