Kreis Südliche Weinstraße Zur Sache: Von der Wachstube zur Polizeiinspektion

Die Geschichte der Polizeigebäude in Bad Bergzabern reicht weit zurück. Im Mittelalter waren die Wachstuben an den Stadttoren, und die Stadttürme wurden als Gefängnis genutzt. Heute noch Teil der Stadtführungen ist das Stockhaus in der oberen Berggasse. 1831 wird es zum Kantonsgefängnis, auch mit Sträflingen, die Forst- und Zolldelikte begangen haben. 1836 saßen im Stockhaus 719 Forststräflinge, 205 Polizeisträflinge, 83 Untersuchungsgefangenen und 2015 Landstreicher. Eine Polizeimeldung aus dem Jahr 1891: Mit überhöhter Geschwindigkeit fährt ein Pferdeschlitten durch Bergzabern. Hierbei wirft er den mit vollen Milchkannen beladenen Schlitten einer Frau um. Der Schlittenfahrer beging Fahrerflucht. Ein neues Gefängnis, das neben dem jetzigen Amtsgericht gebaut wird, konnte erst 1901 bezogen werden. 1955 zog die Polizei in die Marktstraße 21, heute eine Reinigung, zur Verfügung stehen 30 Quadratmeter und ein Abstellraum für Fahrräder. 1965 werden größere Räume in der Wasgaustraße 5 bezogen, im Gebäude befinden sich auch sieben Wohnungen für Gendarmeriebeamte. 1976 bezog die Schutzpolizeiinspektion dann ihr jetziges Gebäude in der Schlittstraße 12, in dem bis 1992 noch eine Nebenstelle des Gesundheitsamtes untergebracht war. Zuvor war das Gebäude Sitz des Finanzamtes. Von 1994 bis 1998 wurde das Gebäude renoviert
