Kreis Südliche Weinstraße Zur Sache: Für Raststätte bei Rohrbach beginnt Detailplanung

Es bleibt dabei: Die geplante, unbewirtschaftete Rastanlage an der A 65 zwischen der Anschlussstelle Landau-Nord und dem Autobahnkreuz Wörth, die in beiden Fahrrichtungen jeweils 40 Lkw- und 20 Pkw-Parkplätze bieten wird, soll bei Rohrbach gebaut werden. Dies bestätigte eine Sprecherin des Landesbetriebs Mobilität Rheinland-Pfalz – Autobahnamt Montabaur auf Anfrage der RHEINPFALZ. Ob dann weniger Lkw-Fahrer in den Nothaltebuchten Rast machen, bleibt abzuwarten. Die Vorplanung ist abgeschlossen. Der nächste Schritt ist jetzt die Detailplanung. Das Autobahnamt hält damit an der von Anfang an verfolgten Vorzugsvariante bei Rohrbach fest, die bei betroffenen Landwirten mit dem Hinweis auf die gute Bodenqualität der zwischen 2,5 und drei Hektar großen benötigten Fläche Unmut und Widerstand ausgelöst hat. Bei einer Einwohnerversammlung im vergangenen Jahr in Rohrbach hatte der Leiter der Fachgruppe Planung beim LBM Rheinland-Pfalz – Autobahnamt Montabaur, Stefan Schmitt, der im Kreuzfeuer der Kritik stand, nach der Intervention der Landwirte die Zusage gegeben, auf dem Autobahnabschnitt zwischen Landau-Nord und Wörther Kreuz Alternativstandorte zu prüfen. Schon im Herbst 2014 hatte Schmitt darauf hingewiesen, dass auf der Westseite der A 65 vier Standorte ergebnisoffen untersucht wurden, auf der Ostseite seien es fünf gewesen. Dabei sei die Standortbewertung aus Umweltsicht unter Prüfung der Schutzgüter Menschen, Tiere und Pflanzen, Wasser, Klima/Luft, Landschaft sowie Kultur- und Sachgüter vorgenommen worden. Als idealer Bereich habe sich der Standort Rohrbach aufgrund der Topografie sowie der Entfernung zur Raststätte Pfälzer Weinstraße ergeben. Auch die erneuten Prüfungen hätten zu keinen anderen Ergebnissen geführt, informierte das Autobahnamt. Für alle potenziellen Standorte auf dem betreffenden Streckenabschnitt der A 65 lägen einheitliche, neutrale und objektive Bewertungen aus technischer Sicht wie unter dem Aspekt Umwelt vor, hieß es in Montabaur. Die Belange der Landwirtschaft seien anteilig berücksichtigt worden. Mittlerweile gebe es den Vorschlag, das neu zu ordnende Wirtschaftswegenetz auf der westlich gelegenen geplanten Rastanlage am bestehenden Wegenetz zu orientieren. Wie Ortsbürgermeister Peter Feser (CDU) auf Anfrage erklärte, hat die Ortsgemeinde Rohrbach angeregt, im Falle der Realisierung der Rastanlage, die sie an dieser Stelle eigentlich nicht wolle, die Auffahrt auf die A 65 in Richtung Karlsruhe zu verlängern. Grund: Die Ortsgemeinde sieht bei starkem Verkehr Probleme. Der LBM habe unterdessen mitgeteilt, dass dies im Rahmen des Verfahrens für die Rastanlage nicht möglich sei, sagt Feser. Es gebe allerdings die Zusage, dass dies bei weiteren Planungen berücksichtigt werde. Das Autobahnamt Montabaur wird in den nächsten Wochen mit der Detailplanung fortfahren. Die weitere Planung werde in enger Abstimmung mit der Landwirtschaftskammer, dem Bauern- und Winzerverein sowie der Ortsgemeinde erfolgen. Nach Abschluss der Planungsphase werde auch die Öffentlichkeit darüber informiert, so die Sprecherin des LBM Rheinland-Pfalz.