Kreis Südliche Weinstraße Zufrieden mit Start

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Die VR-Bank Südliche Weinstraße- Wasgau ist nach der Fusion der Raiffeisen- und Volksbank Dahn, der Raiffeisenbank Herxheim sowie der VR-Bank Südliche Weinstraße im Mai 2017 erfolgreich gestartet: „Wir sind mit dem ersten Geschäftsabschluss im Jahr der Verschmelzung durchaus zufrieden.“ Das sagte Vorstandsvorsitzender Marco Kern bei der ersten gemeinsamen Vertreterversammlung der Bank am Mittwoch in Bad Bergzabern mit dem Hinweis auf einen Jahresüberschuss von 777.000 Euro.

Die Fusion sei erfolgreich bewältigt und ein Wachstum im Einlagen- und Kreditgeschäft erreicht worden, sagte Kern. Synergieeffekte ließen sich bereits erkennen, etwa in den geringeren Verwaltungsaufwendungen. Deutlich zeige sich die positive Entwicklung an der Bilanzsumme, die trotz fusionsbedingter Konsolidierungsmaßnahmen um 38,8 Millionen – rund drei Prozent – auf 1,29 Milliarden Euro gesteigert werden konnte. Maßgeblich beeinflusst habe das zum einen das Kundenkreditvolumen, das um 4,5 Prozent auf 901,6 Millionen Euro gestiegen sei. Vor allem die private Kreditnachfrage sei aufgrund der niedrigen Zinsen und stabiler Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt weiterhin sehr positiv. Zum anderen habe das Kundeneinlagevolumen einen Anstieg um 7,1 Prozent auf 193,2 Millionen Euro erfahren, sagte Kern. Während sich der Bestand der Spareinlagen um 4,3 Prozent auf 193,2 Millionen Euro erhöht hat, konnte der Bestand der anderen Einlagen um 61,1 Millionen Euro (7,8 Prozent) deutlich ausgebaut werden. Aufgrund der Niedrigzinsphase richte sich der Fokus der Kunden vor allem auf das Wertpapiergeschäft. Nach Angaben von Kern konnte das Volumen, das in Kundendepots verwaltet wird, um 32,6 Millionen Euro auf 37,6 Millionen gesteigert werden. Die Gesamtkapitalquote beläuft sich auf 19,3 Prozent und übertrifft deutlich die vorgegebene Marke. Die Zahl der Mitglieder stieg im Vergleich zum Jahr 2016 von 27.872 auf 28.241. Rund 300 Mitarbeiter hat die Bank heute, zehn weniger als die drei Banken vor der Fusion zusammen. Freigewordene Stellen wurden nicht mehr besetzt. Kern ging vor den 171 anwesenden Vertretern auch auf einige Neuerungen ein, mit denen Kundenwünschen Rechnung getragen werden soll. So seien die Beratungszeiten deutlich ausgebaut und Öffnungszeiten vereinheitlicht worden. Eine weitere Stärkung erfolge mit einem in der Region einzigartigen Service: dem Qualitätsversprechen für die private Baufinanzierung. Kreditanfragen würden innerhalb von 24 Stunden bearbeitet und die Verträge könnten direkt unterzeichnet werden. Einstimmig beschlossen wurde die Verwendung des Jahresüberschusses von rund 777.000 Euro. Danach gehen jeweils 300.000 Euro in gesetzliche und andere Ergebnisrücklagen. Ausgeschüttet wird eine Dividende von zwei Prozent aus 186.299 Euro. Während auch alle anderen Beschlüsse an diesem Abend einstimmig gefasst wurden, gab es bei der geänderten Vergütung des Aufsichtsrats neun Nein-Stimmen und 14 Enthaltungen. Bislang erhielten die Aufsichtsratsmitglieder für jede Sitzung pauschal einen Auslagenersatz von 200 Euro. Die Kosten für die Teilnahme an Tagungen oder Fortbildungen beispielsweise hatte die Bank übernommen. Künftig gibt es 0,1 Promille der Bilanzsumme. Darin sind dann auch die Kosten für Tagungen oder Schulungen enthalten.

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