Kreis Südliche Weinstraße Wunsch nach Tempo 30 wird lauter
Der Verkehr ist ein Dauerbrenner in Insheim. Auch deshalb, weil wegen der Sperrung in Rohrbach noch mehr Autos und Lastwagen durch den Ort fahren. Der Wunsch nach mehr Verkehrsberuhigung und Lärmschutz wird immer lauter. Der Gemeinderat hat am Mittwoch einstimmig beschlossen, für alle klassifizierten Straßen im Ortsbereich erneut Tempo 30 zu beantragen.
Seit Jahren wird in Insheim über niedrigere Geschwindigkeiten an Hauptverkehrsstraßen diskutiert. Tempo 30 statt Tempo 50 soll die Lärm- und Luftschadstoffbelastungen senken und die Aufenthaltsqualität und Verkehrssicherheit erhöhen. Die Hauptstraße in Insheim ist eine Kreisstraße, die Bahnhofstraße in Richtung Herxheim eine Landesstraße. Der Wunsch der Insheimer ist nun eine Geschwindigkeitsreduzierung ab allen Ortseinfahrten. Bereits im Dezember 2014 hatte die Grünen-Fraktion aus Gründen des Lärmschutzes die Anordnung von Tempo 30 für den Bereich der Grundschule und die Bahnhofstraße beantragt. Im Finanzzwischenbericht sendet die Verwaltung positive Signale. Ortsbürgermeister Martin Baumstark (CDU) sprach von einer guten finanziellen Lage. Insheim profitiert vor allem von höheren Einnahmen bei der Gewerbesteuer in Höhe von 28.000 Euro. Die Einkommensteuer wird dagegen von 970.000 auf 963.000 Euro zurückgehen. Insgesamt werden bei den Steuern 2,51 Millionen Euro erwartet, im Haushaltsansatz war von 2,49 Millionen Euro ausgegangen worden. Die geplante Aufnahme von Investitionskrediten kann entfallen. Einstimmig entschied sich der Rat, auf die Fortschreibung des Dorferneuerungskonzeptes und damit auf den Erlass einer Gestaltungssatzung, die nach Meinung der Experten nur schwer begründbar sei, zu verzichten. Darüber sollte die Struktur- und Gestaltungsanalyse der historischen Bausubstanz erstellt werden. Der Rat beschloss eine modifizierte Geschäftsordnung, die dem Landesgesetz zur Verbesserung direktdemo-kratischer Beteiligungsmöglichkeiten angepasst ist. Neu ist beispielsweise, dass der Grundsatz der Öffentlichkeit gestärkt wird, was Tagesordnungspunkte angeht, die bislang in nichtöffentlicher Sitzung behandelt werden mussten. Das Baumbestattungsfeld bekommt eine Namensstele, bei den Urnenstelen wird eine Ablagemöglichkeit für Grabbeigaben angelegt. Das beschloss der Rat einstimmig. Für die Modernisierung des Dorfgemeinschaftshauses hat der Rat das letzte Ausschreibungspaket vergeben. Das Wärmedämmverbundsystem wird für knapp 65.000 Euro von der Firma Heberger (Schifferstadt) ausgeführt. Die Firma Wind (Knöringen) wird für rund 17.800 Euro die Malerarbeiten und die Firma Pott Metallbau (Bundenthal) für 33.800 Euro die Metallbauarbeiten ausführen. Den Auftrag für die Tischlerarbeiten erhält die Firma Thomas Pfanger (Winden) für knapp 52.000 Euro. Die Firma Markus Pfanger aus Jockgrim erledigt für knapp 34.200 Euro die Akustik-Wandverkleidung. Baumstark nannte als aktuellen Kostenstand 1,78 Millionen Euro. Die Kostenschätzung aus dem Jahr 2014 lag bei 1,67 Millionen Euro. Im November 2015 wurden Mehrkosten von 31.000 Euro beschlossen. Zu diesem Zeitpunkt war von 1,74 Millionen Euro die Rede. Auseinander gingen die Meinungen im Rat bei Thema „Kunst am Bau“ für das Dorfgemeinschaftshaus. Die Gemeinde ist verpflichtet, dass ein Anteil von 1,5 Prozent der Kosten für Kunst auszugeben ist. Nun sollen Künstler dazu eingeladen werden, im vorgegeben Kostenrahmen Vorschläge zu machen. Der Bauausschuss wird sich mit einem Antrag der Grundschule beschäftigen, die sich einen Sonnenschutz am Bürgersaal wünscht. Im Bürgersaal nehmen täglich bis zu 30 Kinder ihr Mittag ein. |som DOPPELTERZEILENUMBRUCH