Bad Bergzabern Wollgeschäft Julaine bleibt nach Brand vorerst geschlossen
„Es muss zwischen 19 und 20 Uhr gewesen sein, als der Brand von einem Nachbarn entdeckt wurde“, sagt Juliane Bohrer, die Betreiberin von Julaine, die am Freitagmorgen in ihrem Wollgeschäft in der Marktstraße in Bad Bergzabern zu erreichen ist. Gebrannt habe die Personalküche, die sich zwischen dem Wollgeschäft und der direkt angeschlossenen Schneiderei befindet.
Einen Grund für den Brand kann sie sich nicht vorstellen. „Ich war zu dem Zeitpunkt zu Hause und bin dann sofort ins Geschäft gefahren“, erzählt sie. Die Feuerwehr sei sehr schnell da gewesen, der Einsatz habe auch super geklappt, weshalb wohl Schlimmeres – etwa ein Übergreifen auf andere Häuser in der Altstadt – habe verhindert werden können. „Eine Hälfte der Küche ist abgebrannt, und es gab eine starke Rauchentwicklung“, schildert Juliane Bohrer ihre Eindrücke dieses Abends, der einen großen Schrecken bei ihr hinterlassen hat.
Wollgeschäft bleibt erst mal geschlossen
Wie hoch der Schaden ist, kann sie derzeit nicht mal im Ansatz beziffern. Das Woll- und Stoffgeschäft, von der Marktstraße 29 aus zu erreichen, ist derzeit geschlossen. Die angrenzende Schneiderei wird gerade auf Vordermann gebracht und kann dann erst mal von der Königstraße aus erreicht werden. „Die Küche ist versiegelt, das Wollgeschäft geschlossen, weil ich nicht weiß, was mit der Ware passiert ist, ob die Wolle und Stoffe wegen der Rauchentwicklung noch brauchbar sind“, sagt die Geschäftsfrau. Wie lange das Geschäft geschlossen bleiben muss, weiß sie nicht, denn zunächst müsse der Schaden aufgenommen und mit der Versicherung geklärt werden, sagt sie.
Für die ersten Ermittlungen zur Brandursache waren Beamte der Polizeiinspektion (PI) Bad Bergzabern vor Ort. „Der Brand entstand in der Küche, Teile des Obergeschosses wurde durch Ruß beschädigt“, informiert der stellvertretende PI-Leiter Alexander Graczyk. Am Freitag hat das Fachkommissariat in Landau, das für Brände zuständig ist, die Brandortaufnahme übernommen. Nach der Auswertung entscheide sich, ob der Brandort freigegeben oder ob ein Gutachter hinzugezogen werde, so Graczyk.
Feuerwehr: Problem in Innenstadt ist Enge
„Bei uns ging der Notruf um 19.51 Uhr ein, um 22.30 Uhr war der Einsatz beendet“, informiert der Einsatzleiter der Bad Bergzaberner Feuerwehr, die mit sechs Fahrzeugen und 21 Feuerwehrleuten im Einsatz war. „Wir haben einen Zimmerbrand im Personalraum vorgefunden, das Treppenhaus, das Erdgeschoss, drei Wohnungen waren verraucht“, erzählt er. Der Brand habe schnell gelöscht werden können. Die Bewohner hätten zunächst alle ihre Wohnungen verlassen, hätten sie aber nach gründlichem Lüften wieder nutzen können. „Der Einsatz in dieser Stärke war richtig, denn das Problem in der Innenstadt ist die Enge der Bebauung“, so der Einsatzleiter. Er ist froh, dass alles glimpflich ausgegangenen ist.