Kreis Südliche Weinstraße Wieder weniger Wildschweine

Durch die flächige Waldmast haben sich die Wildschweine wieder über das gesamte Waldgebiet verteilt.
Durch die flächige Waldmast haben sich die Wildschweine wieder über das gesamte Waldgebiet verteilt.

„Aufgrund der Jagdergebnisse in den vergangenen Wochen in unserem Raum kann man davon ausgehen, dass die Anzahl der Wildschweine gegenüber dem Vorjahr deutlich abgenommen hat“, informiert Kreisjagdmeister Jörg Sigmund. Zum einen seien im vergangenen Jagdjahr überdurchschnittlich viele Wildschweine geschossen worden, zum anderen seien vermutlich wegen des nassen Frühjahrs und des trockenen Sommers viele Frischlinge eingegangen. Für die Zeit der Jagd waren die Landesstraße 506 ab dem Ortsende Ramberg bis Weyher sowie die Kreisstraße 6, Zufahrt zum Forsthaus Heldenstein, gesperrt worden. Da sich Wildschweine teilweise auch in unmittelbarer Nähe von Straßenrändern aufhalten, hatten die Straßen gesperrt werden müssen. Die Statistiken der letzten Jagden weisen laut Sigmund einen Frischlingsanteil von unter 20 Prozent auf. „Durch die Trockenheit haben sich die Wildschweine allerdings besonders um die Dörfer in Tallagen konzentriert, viele Wiesen-, Weiden-, und zum Teil Rasenflächen umgegraben. Hierdurch entstand der Eindruck einer sehr hohen Population, was sich jetzt durch die Großjagden allerdings nicht bestätigt hat“, so Sigmund. Des Weiteren hätten sich die Tiere durch die flächige Waldmast wieder über das gesamte Waldgebiet verteilt, sodass auch hier die Bejagung schwieriger werde. „Auch in den Obstwiesen und Wingerten finden die Wildschweine derzeit noch überreichlich Fraß, und so halten sich vermutlich noch viele Tiere außerhalb des Waldes auf, wo sie nicht durch Bewegungsjagden bejagt werden können“, informiert der Kreisjagdmeister. Es gibt in nächster Zeit weitere Großjagden in den Bereichen Eußerthal und Ramberg sowie rund um Herxheim und Bad Bergzabern, um die Bestände weiter zu verringern, kündigt Sigmund an.

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