Kreis Südliche Weinstraße Umgehung gewinnt an Kontur
Wer zu Hauptverkehrszeiten mit dem Fahrzeug zwischen Landau und Bad Bergzabern unterwegs ist, der kann ein Lied von dem Stress singen. Durch Impflingen geht es teilweise nur noch Meter für Meter. Bei täglich rund 20.000 Fahrzeugen kein Wunder. Staus vor der Ampel, die den Verkehr in Richtung Insheim in geordnete Bahnen lenken soll. Staus aus Richtung Mörzheim, Staus auf der Bundesstraße 38 wegen geparkter Autos. Von fließendem Verkehr meist keine Spur. Dass dies mit Lärm und Abgasen verbunden ist, macht die Sache nur noch ärgerlicher. Doch seit Dezember 2016 ist mit dem obligatorischen ersten Spatenstich für eine Umgehung Hoffnung auf Besserung in Sicht. Inzwischen sind die mit Stahlbeton erstellten ersten beiden Brücken fertig. Derzeit laufen die Erdarbeiten für die Trasse zwischen der Bundesstraße 38 am südlichen Bauenende und der K 45, der Kreisstraße zwischen Impflingen und Insheim, wie Manfred Borell vom Landesbetrieb Mobilität in Speyer auf Anfrage mitteilt. Weit über 230.000 Kubikmeter Boden werden bis zur Fertigstellung bewegt. Außerdem wird an den Fahrbahndämmen an den beiden fertigen Bauwerken (Wirtschaftsweg und L 554) im südlichen Bereich der Ortsumgehung und an den beiden Brücken im nördlichen Bereich gearbeitet. In Kürze wird laut LBM-Sprecher mit den Entwässerungsarbeiten im südlichen Bereich der Trasse und mit dem Herstellen von sogenannten Rüttelstopfsäulen im Bereich des Quodbaches begonnen, um den dortigen wenig tragfähigen Baugrund zu stabilisieren. Auch die Fahrbahnerneuerung der L 554 zwischen Rohrbach und Impflingen steht auf dem Programm. Die rund drei Kilometer lange Umgehung soll für Impflingen eine deutliche Entlastung bringen. Im Impflingen Ortskern werden dann nur noch 2000 bis 4000 pro Tag Fahrzeuge erwartet. Vor diesem Hintergrund kann die Schwerpunktgemeinde Dorferneuerung die Ortsdurchfahrt dann völlig neu planen und gestalten. Mit der vorbereitenden Dorfmoderation wurde bereits begonnen.