Kreis Südliche Weinstraße Tempo 70 bis zur Einfahrt Lindelbrunn

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Die L 493 vom Ortsausgang Vorderweidenthal Richtung Silz soll bis nach der Einfahrt zur Burg Lindelbrunn, die zu Vorderweidenthal gehört, auf Tempo 70 reduziert werden. Erlaubt sind zurzeit 100 Stundenkilometer. Diesen Antrag, der an die zuständigen Behörden weitergeleitet werden soll, beschloss der Gemeinderat Vorderweidenthal in seiner jüngsten Sitzung einstimmig.

Hans-Günther Hüther habe die Geschwindigkeitsreduzierung in einer der vergangenen Sitzungen angeregt, so Ortsbürgermeister Volker Christmann. Gleich nach dem Ortsausgangsschild am Ehrenfriedhof der Gemeinde seien bereits 100 Kilometer pro Stunde erlaubt. Auf der fast einen Kilometer langen Strecke bis zur Einfahrt in die Straße, die zum touristisch viel genutzten Lindelbrunn führe, gebe es viele Einmündungen, lautete eine Begründung des Gemeinderates. Zudem quert ein Radweg, die häufig genutzte Auffahrt zum Sportplatz liegt auf der Strecke und auf rund 80 Metern muss ein Wanderweg parallel zur L 493 begangen werden. Es gebe viele gute Gründe die Geschwindigkeit zu reduzieren, war sich der Rat einig, dem die Reduzierung auf 50 Stundenkilometern noch lieber wäre. Von den vier sanierungsbedürftigen Gebäuden der Gemeinde sei das Haus in der Lindelbrunnstraße 7 verkauft, der Vertrag werde demnächst unterschrieben, informierte Christmann. Das Haus soll vom neuen Besitzer saniert und bewohnt werden. Auch die dazugehörige Garage, in der zurzeit noch der gemeindeeigenen Traktor steht, will er nutzen. Den Beschluss, das ehemalige Bürgermeisteramt in der Dorfmitte zu verkaufen, hatte der Rat schon vor Längerem gefasst. Welcher Preis erzielt wurde, gab Christmann nicht bekannt. Christmann informierte auch über eine gemeinsame nichtöffentliche Ratssitzung zusammen mit der Gemeinde Oberschlettenbach, in der nach dem Tod von Ortsplaner Klaus Kyas 2013 Hans-Jürgen Wolf aus Kaiserslautern zum neuen Ortsplaner bestimmt wurde. Die beiden Gemeinden sind seit fünf Jahren als Pilotprojekt des Landes Schwerpunktgemeinden in der Dorferneuerung, Projekte wurden bisher nicht realisiert. „Mehrheitlich“ war die Antwort von Christmann auf die Frage der RHEINPFALZ nach dem Abstimmungsergebnis. Zur Zahl der Neinstimmen wollte er sich nicht äußern. Nichts Neues gebe es zum geplanten Radweg nach Erlenbach, so Christmann. Seit vielen Jahren ist der Radweg Thema im Rat. Der Landesbetrieb Mobilität in Speyer habe ihm mitgeteilt, dass das Gutachten der Oberen Naturschutzbehörde fehle, diese habe auf seine Nachfrage bisher nicht geantwortet, informierte der Ortschef. Auch informierte er darüber, dass auf der Touristikmesse CMT in Stuttgart der Kapellen-Pilgerweg der Verbandsgemeinde, der auch durch Vorderweidenthal führt und der Wasgau-Felsenweg, der durch Vorderweidenthal und Oberschlettenbach führt, zertifiziert wurde. Die Zertifizierung gelte drei Jahre lang. Einstimmig war der Rat für die Änderung des Rahmenvertrages zur Beseitigung von Ölspuren, in dem künftig nicht nach Metern, sondern nach Stunden abgerechnet werden soll. Einstimmig wurde auch die Erweiterung der kommunalen Haftpflichtversicherung beschlossen. Damit sind künftig auch private Flächen, auf denen zum Beispiel eine Wandertafel oder eine Bank steht, versichert. Ein einstimmiges Nein gab es zur Versicherung von Dienstfahrten. „Ich möchte es für mich nicht abschließen, es sind so viele ehrenamtlich für die Gemeinde unterwegs“, so der Ortsbürgermeister. Ein Nein auch zu einer Versicherung von Elementarschäden der gemeindeeigenen Gebäude. Beim jetzigen Zustand der Häuser eine unnötige Ausgabe, fand der Rat. (pfn)

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