Kreis Südliche Weinstraße Strom aus Klärschlamm gewinnen

Aus Klärschlamm über die Methangasnutzung Energie gewinnen – nach Edenkoben soll das auch bei der Kläranlage Billigheim-Ingenheim gehen. Die Kosten für dieses Projekt, das im Jahr 2019 realisiert werden soll, sind auf 4,8 Millionen Euro veranschlagt. Der Werkausschuss der Klingbachgruppe wird sich am kommenden Freitag, 10.30 Uhr, vor Ort mit dem Thema beschäftigen, insbesondere mit der neuen Elektrotechnik und einem Grundstücksgeschäft für den landespflegerischen Ausgleich. „Im Vergleich zu Edenkoben handelt es sich bei uns um ein anderes Verfahren“, sagt Werkleiter Walter Sauerhöfer. Als Vorbild gilt die Kläranlage Linz-Unkel, während Edenkoben auf das Institut Fraunhofer gesetzt hat. Aber das Ziel ist identisch: den Klärschlamm so zu verwerten, dass ein hoher Anteil des eigenen Strombedarfs gedeckt wird. Sauerhöfer hofft in der Anfangsphase auf 50 Prozent. In Edenkoben werden mit der Klärschlammfaulung derzeit 80 Prozent der benötigten Energie selbst produziert. Für den Fall Billigheim-Ingenheim geht der Werkleiter davon aus, dass sich die Kosten in zwölf bis 14 Jahren amortisiert haben.