Kreis Südliche Weinstraße Seniorenbeirat macht bei Marktplatz Druck
Mit zwei Anliegen will sich der Seniorenbeirat, der am Mittwoch tagte, an den Stadtrat wenden: Der barrierefreie Übergang von der Sparkasse zum Marktplatz soll endlich gebaut und den chaotischen Verkehrsverhältnissen in der Neubergstraße soll mit einer Einbahnstraßenregelung Einhalt geboten werden.
Mit ein Auslöser dafür, sich für eine Einbahnstraßenregelung in der Neubergstraße einzusetzen, war der Artikel in der RHEINPFALZ (Ausgabe vom 13. September), in dem der 63-jährige Bernd Ehrhardt aus Bad Bergzabern chaotische Verkehrsverhältnisse in der Neubergstraße – der Verbindung vom Ludwigsplatz zum Woodbachweg – geschildert hatte, die vor allem Fußgänger gefährden. Rücksichtsloses Fahren und Parken, auch befördert durch die Poststelle, die sich seit dem vergangenen Jahr in der Neubergstraße befindet, hatte sich Ehrhardt beschwert und einen Antrag für eine Einbahnstraßenregelung bei der Stadt eingereicht. „Das war schon 2014 Thema, es ist nichts passiert“, so Hans Füß, Mitglied des Seniorenbeirats. Sie habe ebenfalls Hupereien und chaotisches Parken erlebt, erzählte Anna Schneider, die zweite Vorsitzende des Seniorenbeirats, die wegen einer Erkrankung von Jürgen Bicking den Vorsitz führte. Das Gremium sieht eine Gefahr auch für Senioren und Menschen, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind, und hat den Wunsch, dass sich die Stadt zeitnah darum kümmert. „Das Ansinnen muss zunächst von der Stadt oder auch nur der Stadtspitze kommen, dann kann die Situation von den verschiedenen Behörden bewertet werden“, so Verbandsbürgermeister Hermann Bohrer (SPD). „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Stadträte das nicht unterstützen“, war eine Reaktion aus dem Gremium. Zeit werde es auch, den längst besprochenen barrierefreien Übergang am Marktplatz von der Sparkasse zur Marktstraße umzusetzen, waren sich die Mitglieder des Seniorenbeirats einig, die sich seit Langem dafür einsetzen. Sie habe am 12. September an den Stadtbürgermeister mit der Bitte um Umsetzung der Maßnahme geschrieben, da nach Auskunft von Jürgen Bicking (auch Stadtrat in der CDU-Fraktion) die Mittel in Höhe von 10.000 Euro im Haushalt eingestellt seien, so Schneider. Bisher habe sie keine Antwort erhalten. Stadtbürgermeister Fred-Holger Ludwig (CDU) soll auf das Thema noch einmal angesprochen werden, der Seniorenbeirat wünscht sich eine Umsetzung noch in diesem Jahr. Gute Nachrichten gab es zur Veranstaltung „Sicher leben, mobil bleiben“, die im vergangenen Jahr sehr gut besucht war und die der Seniorenbeirat 2018 zusammen mit der Polizeiinspektion Bad Bergzabern und unter der Trägerschaft der Verbandsgemeinde wieder durchführen will. Auf Anregung von Wolfgang Thiel sollen auch Organisationen aus dem Pamina-Raum eingebunden werden. Der neue Landrat Dietmar Seefeldt (CDU) habe die Schirmherrschaft übernommen, informierte die Vorsitzende. Die Verwaltung wird sich jetzt darum kümmern, welche Taxidienste nachts fahren. Darüber, dass nach 19 Uhr sehr schwer oder gar kein Taxi zu bekommen sei, hatte sich Claudia Nauerth, Mitglied des Seniorenbeirats, die auf einen Taxidienst angewiesen ist, beschwert. Sie habe recherchiert, es gebe fünf Unternehmen in der Kurstadt, die ihre Dienste anbieten, so Nauerth. Die Tage, an denen die Unternehmen im Wechsel nachts fahren sollten, seien festgelegt. „Aber da gibt es Ausreden“, ist ihre Erfahrung. Bohrer sagte zu, zu prüfen, wer wann zuständig sei und dies im Amtsblatt zu veröffentlichen.