Herxheim RHEINPFALZ Plus Artikel Rikscha für Altenzentrum: Freiheit auf Rädern

Oft sind auch Verwandte von Bewohnern mit der Rikscha unterwegs.
Oft sind auch Verwandte von Bewohnern mit der Rikscha unterwegs.

„Wenn’s Wetter schön ist, beginnen wir wieder mit unseren täglichen Rikscha-Fahrten“, sagt Uwe Müller vom Förderverein Altenzentrum St. Josef in Herxheim. Müller ist einer der ehrenamtlichen Rikscha-Fahrer und bereits seit 24 Jahren Vorstand des Vereins. Die acht Fahrer sind allesamt rüstige Senioren, der Altersdurchschnitt liegt bei etwa 60 Jahren. Die Fahrten mit dem elektronisch unterstützen Rad gehen etwa zwei Stunden, wobei nach einer Stunde der Passagier wechselt, sagt Müller. „Es geht dabei nicht um Schnelligkeit, sondern um soziale Kontakte, ums Rauskommen.“ Dabei sitzt der Passagier, ein Bewohner des Herxheimer Altenheims, vorne und hat so einen freien Blick. „Meistens sitzt eine Person in der Rikscha, es passen aber auch zwei schmale Personen nebeneinander. Wir hatten auch schon einmal eine Oma mit ihrem Enkel“, so Müller.

Das Projekt „Radeln ohne Alter“ wurde 2013 in Dänemark gegründet und ist mittlerweile in 42 Ländern verbreitet. Herxheim ist einer von drei Standorten in Rheinland-Pfalz, die an dem Projekt teilnehmen. Der Förderverein des Altenzentrums ist seit 2018 mit einem Rikscha-Pedelec ausgestattet, Projektleiter im Verein ist Manfred Satter. In fünf Wochen soll eine zweite Rikscha hinzukommen, gefördert von der Europäischen Union und dem Land Rheinland-Pfalz.

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